Armati-Ritterturnier ab 2010 auf geschichtlichem Boden in Buch

Die Gemeinde bleibt dieselbe. Es ändert sich nur der Ort. Armati-Equites, einer der bekanntesten Vereine im süddeutschen Raum, die sich dem Mittelter verschrieben haben, kehrt Waldreichenbach den Rücken und geht direkt nach Buch. Am Fuße des Schlossbergs wird im kommenden Jahr zu Pfingsten, vom Freitag, 21. bis einschließlich Montag 24. Mai 2010 das große Ritterturnier stattfinden.

Der Ort wurde nicht von ungefähr ausgewählt: 1050 hatten die Grafen von Marstetten auf dem Schlossberg die Burg Marstetten errichtet. 1342 starb der letzte Neuffe, Graf Berthold und die Burg verfiel. Im 30jährigen Krieg wurde die Burg durch die Schweden komplett zerstört. Heute erinnern nur noch Hügel und Gräben an die damalige Zeit. Armati Equites zeigt das Leben in der Zeit zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert. Was liegt da näher daran, als einen entsprechend historischen Ort zu wählen?

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Mit offenen Armen aufgenommen wurde der Verein durch Bürgermeister Roland Biesenberger und seinen Gemeinderat. Zuvor stand der Verein dem Gremium ausführlich Rede und Antwort. Wichtig war nicht nur, welche Personen hinter dem Verein stehen. Es ging vor allem darum, dass das Gemeindeleben ungestört bleibt und nicht durch parkende Autos oder Lärm während des Konzertes belästigt wird. Themen, wie Abwasser, Beschädigungen von Wald und Flur wurden ausgiebig besprochen und geklärt, wie auch die Häufigkeit von Veranstaltungen. Vereinsvize und Bucher Bürger Erich Wieluch: „Die Bucher Bürger werden keine Nachteile durch die Anwesenheit von Armati Equites haben"

Die gesamte Vereinsvorstandschaft betont ausdrücklich, dass weiterhin die kulturelle Pflege, der „Spaß an der Freud‘" und keineswegs der Kommerz im Vordergrund stehen wird. Die familiäre Atmosphäre, die in Waldreichenbach zu spüren war, wird auch in Buch gepflegt. Wenn auch größere Investitionen getätigt werden müssen, so bleiben doch die Eintrittspreise unverändert. Nachdem der Verein nicht nur gemeinnützig ist, sondern auch alle Mitglieder ehrenamtlich sind, ist eine Veranstaltung, die auf Gewinn abzielt nicht durchführbar. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

Der neue Turnierplatz hat neben dem historischen Bezug einen weiteren entscheidenden Vorteil: Das hügelige Gelände in Waldreichenbach sorgte auch für Platzprobleme. So konnte der Mittelaltermarkt nicht optimal eingebunden werden. Das ist nun vorbei. Und auch für die Zuschauer gibt es einen entscheidenden Vorteil: Der Weg von den Parkplätzen zum Turnierplatz ist deutlich kürzer.

Marktgemeinderat und Vereinsvorstandschaft sind sich einig, dass die Zusammenarbeit von langfristiger Dauer sein wird. Vereinsvorstand Hubert Mayer sieht sehr hoffnungsvoll in die Zukunft. „Der Marktgemeinderat hat durch seine einstimmige Befürwortung gezeigt, dass wir einen zuverlässigen Partner haben. Jetzt können wir auf Jahre hinaus planen und werden natürlich auch das Wohl der Gemeinde im Auge haben".

  • Natürlich wird die Burg von Marstetten beim Ritterturnier 2010 eine Rolle spielen. Welche, das wird noch nicht verraten.

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