
Von der Globalisierung zur GloKALisierung - Die Zukunft der Regionen
Matthias Horx: Rolle der Regionen wird wieder wichtiger
Partner des Regional Forum Wirtschaft fühlen sich in ihren Aktivitäten bestätigt
Mehr Frauen im Beruf, Talente fördern, Cluster und Netzwerke bilden - das sind für den renommierten Zukunftsforscher Matthias Horx die zentralen Themen für eine erfolgreiche Region. Die Partner des Regional Forum Wirtschaft fühlen sich in ihren regionalen Aktivitäten bestätigt.
„In einem neuen Kontext der Globalisierung wird das unipolare System mit den Technologieführern Europa und Amerika einem multipolaren System weichen. Der Entwicklung regionaler Stärken und Spezifika wird dadurch wieder eine bedeutendere Rolle zukommen", sagte Horx bei seinem Vortrag „Von der Globalisierung zur GloKALisierung - Die Zukunft der Regionen" im Haus der Wirtschaft vor über
200 Gästen. Das Regional Forum Wirtschaft - eine grenzüberschreitende Gemeinschaftsinitiative von Club der Industrie Ulm/Neu-Ulm, Handwerkskammer Ulm, IHK Ulm, IHK-Regionalversammlung Neu-Ulm und Südwestmetall Ulm - hatte zu dieser Veranstaltung geladen.
Matthias Horx führte dabei aus, dass es wichtig sei, das Potenzial der immer besser ausgebildeten Frauen zu nutzen. Hierdurch könne ein Wachstumskreislauf in Gang gesetzt werden von dem alle profitieren - der Leiter des Zukunftsinstituts nannte das „Womenomics". Auch der Bildung widmete der Zukunftsforscher einige Gedanken. Horx prägte dabei den Begriff des „Talentismus". Seiner Ansicht nach besitze jeder Mensch ein Talent. Dieses müsse aber auch entsprechend gefördert und gefordert werden. Hier sei ein klares Umdenken im bestehenden Bildungssystem von Nöten.
Die Partner des Regional Forum Wirtschaft fühlten sich bei diesen Aussagen in ihrem Tun bestärkt. Schließlich wird auch seitens der Wirtschaft seit langem eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch einen Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten gefordert. Zudem hat die IHK Ulm auch eine Kontaktstelle Frau und Beruf eingerichtet, mit deren Hilfe Frauen in allen Fragen und Entscheidungen rund um Beruf, Erwerbstätigkeit und Qualifikation gefördert werden sollen.
Auch der Begriff des „Talentismus" stößt bei den Akteuren des Regional Forums auf offene Ohren. Nicht umsonst setzen die IHK Ulm und Südwestmetall mit ihren Projekten „Haus der kleinen Forscher" bzw. „TECHNOlino" schon im Kindergarten an und versuchen, dort die Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik zu wecken. Die nunmehr vermehrt geschlossenen Bildungspartnerschaften zwischen Schule und Wirtschaft sind zudem ein weiteres Element, um jungen Menschen früh bei der Findung ihrer Talente zu helfen.
Ebenfalls gut aufgestellt sieht sich die Region bei den von Horx skizzierten Themen Clusterpolitik und Netzwerke. So haben bereits einige regionale Cluster ihre Arbeit aufgenommen und weitere Cluster sind im Entstehen. Und was das Netzwerken betrifft, so sehen die Partner des Regional Forums gerade in diesem Punkt einen Vorteil einer kleineren, ländlich geprägten Region gegenüber Metropolregionen wie Stuttgart oder München. Man kennt sich eben und dadurch wird der Austausch deutlich erleichtert. Hier bieten nicht zuletzt die zahlreichen Veranstaltungen der verschiedenen Wirtschaftsorganisationen ausreichend Gelegenheit. Vor diesem Hintergrund sieht das Regional Forum die Region auch bestens gerüstet für den Weg von der Globalisierung hin zur GloKALisierung.
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