
AFS-Gastfamilien zeigen ihren Gastkindern deutsche Weihnachtsbräuche
Rund 800 deutsche Familien erleben dieses Jahr ein ganz besonderes Weihnachtsfest: Gemeinsam mit ihren Gastkindern aus aller Welt wird der Heilige Abend zu einer spannenden interkulturellen Erfahrung im eigenen Wohnzimmer.
Stuttgart, 14. Dezember 2009. Die Adventszeit stimmt Deutschland langsam auf Weihnachten ein: die Fenster leuchten, der Adventskranz ziert das Wohnzimmer und die Tage bis zum Heiligen Abend werden am Adventskalender gezählt. Für viele Deutsche gehören diese Bräuche wie selbstverständlich zur Weihnachtszeit dazu - nicht so für Pedro aus Kolumbien: "Weihnachten ist bei uns ein sommerliches Straßenfest mit Salsa-Musik", sagt er und fügt hinzu, dass überall fröhlich gesungen, getanzt und ausgelassen gefeiert wird. Trotzdem gefällt ihm die besinnliche Stimmung in Deutschland: "Weihnachten mit meiner deutschen Gastfamilie zu feiern ist toll! Ich fühle mich richtig geborgen, freue mich jeden Tag auf meinen Adventskalender und habe sogar gelernt, Plätzchen zu backen."
So wie Pedro verbringen zurzeit rund 800 ausländische Gastschüler mit der gemeinnützigen Jugendaustauschorganisation AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. ein Schuljahr in Deutschland. Sie feiern zum ersten Mal ein deutsches Weihnachtsfest und lernen Sitten und Bräuche ihrer Gastfamilien kennen. Auch den Gastfamilien ermöglicht das Zusammenleben mit einem Gastkind spannende Einblicke in eine andere Kultur: gemeinsames Kochen, Erzählen und Feiern werden zu einem interkulturellen Erlebnis, das das Familienleben nachhaltig bereichert.
Wer sich vorstellen kann, selbst einmal Gastfamilie zu werden, hat jetzt Gelegenheit dazu: Im Februar 2010 kommen Schüler aus der ganzen Welt nach Bayern. Auch in Günzburg und Umgebung sucht AFS noch weltoffene Familien, die einen Jugendlichen für ein Schuljahr bei sich aufnehmen. Bewerben können sich Familien, Paare ohne Kinder und Alleinerziehende. Einzige Voraussetzung ist das ehrliche Interesse an anderen Menschen, Offenheit gegenüber Neuem - und natürlich ein freies Bett.
Interessierte Familien wenden sich einfach direkt an Heide Pusch vom AFS-Regionalbüro Süd (Telefon 0711 80607690 oder E-Mail regionalbuero-sued [at] afs [dot] org). Weitere Informationen gibt es auch unter http://www.afs.de/gastfamilie.
Über AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.
Die deutsche Jugendaustauschorganisation arbeitet gemeinnützig und ist Träger der freien Jugendhilfe. Die Zentrale sowie ein Regionalbüro haben ihren Sitz in Hamburg; in Berlin, Wiesbaden und Stuttgart gibt es weitere Regionalbüros. Neben dem Schüleraustausch ermöglicht AFS (ehemals „American Field Service") die Teilnahme an Freiwilligendiensten im sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich. AFS kooperiert mit Partnerorganisationen in mehr als 50 Ländern. Der Verein finanziert sich aus den Teilnahme- und Vereinsbeiträgen, durch Spenden, Stiftungsmittel und öffentliche Gelder. Im vergangenen Jahr feierte AFS unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen 60-jähriges Jubiläum. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.afs.de.
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