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    Augsburg: Aus Mutprobe hochkonzentrierte Chilisauce getrunken - Jugendliche müssen ins Krankenhaus

    Auf eine sprichwörtlich "saudumme" Idee kamen 10 Schüler der Realschule im Augsburger Stadtteil Oberhausen. Sie aßen hochkonzentrierte Cilisauce und prompt gab es ernsthafte gesundheitliche Probleme.
    Die Jugendlichen im Alter von 13 und 14 Jahren wollten sich gegenseitig beweisen wie cool sie sind und hatten im Internet eine Flasche hochkonzentrierter Chilisoße bestellt. Als diese eintraf nahm jeder mal einen kräftigen Schluck aus der Pulle - den sie allerdings umgehend bereuten.
    Denn kurz danach klagten alle über Übelkeit und Vergiftungserscheinungen. Acht von ihnen wurden nach Erstbehandlung durch den Notarzt zur Beobachtung in eine Kinderklinik eingeliefert.
    Keineswegs war die Soße vergiftet, sondern einfach nur extrem scharf. Normalerweise sollte die Soße in sehr geringen Mengen konsumiert werden, beispielsweise auf einer Zahnstocherspitze oder entsprechend verdünnt.
    Hochkonzentrierte Chilisoßen können nämlich bis zu hundert Mal stärker als übliche Würzsoßen sein. Es besteht die Gefahr von Verätzungen an Haut und Augen führen. Außerdem besteht die Gefahr eines Kreislaufkollaps und tödlichem Nierenversagen.
    Wetten, dass die Jugendlichen in Zukunft die Finger davon weglassen. Im übrigen besteht bei keinem der Jungs Lebensgefahr.

    Bessere Recherchen bitte, liebe Kollegen

    In meiner Funktion als Chili-Experte und Journalist möchte ich nachdrücklich darauf hinweisen, dass die Angabe "bis zu 100 mal stärker als übliche Würzsoßen" schlichtweg Humbug ist. Ich nehme an, unter "normalen Würzsoßen" versteht der Laie Tabasco, welches in großen Dosen, aufgrund des hohen Essiganteils für Magengeschwüre und Magenschleimhautentzündungen sehr förderlich ist. In den Extrem-Soßen ist jedoch meist kein oder nur sehr wenig Essig enthalten, dafür um so größer ist der Anteil an en verschiedenen Chili-Sorten, d.H. somit auch der Capsaicin-Anteil höher ist.

    Tabasco hat einen Wert von etwa 2500 Scoville Einheiten, eine Soße hergestellt aus Habaneros der Sorte Red Savina bereits etwa 570.000 Scoville Einheiten, die Sorte Bhut Jolokia aus Indien schlägt mit etwa 1.000.000 Einheiten zu Buche, was im Vergleich zu Tabasco ein Vielfaches von ca. 230, bzw. von 400 bedeutet.

    Die Frage die sich stellen muss ist hier, bevor wieder Verbotsschreie laut werden, wie kamen die Kinder an die Sauce? Internetbestellung ist klar, aber: Wie bei Spirituosen und auch Spielen und Filmen werden solche Soßen nicht an Jugendliche unter 18 Jahren abgegeben. Desweiteren ist ein 13 jähriger offiziell nicht zu Geschäften im Internet oder auch in der realen Welt befähigt. Fragen wir also einmal die Eltern dazu...

    Capsaicin verätzt nicht

    Ergänzend zu meinem Vorredner möchte ich noch erwähnen, dass der Wirkstoff Capsaicin keine ätzende Wirkung hat. Capsaicin gaukelt dem Körper eine Verbrennung vor, ohne jedoch Haut oder Schleimhaut auch nur im geringsten zu verletzen oder gar zu verätzen. Das ist absolut ausgeschlossen. Wo Capsaicin allerdings gefährlich werden kann ist der Kehlkopf. Bei sehr hohen Dosen kann es unter Umständen vorkommen, dass es zu einem Krampf im Kehlkopf kommt, der zu Atemnot oder Ersticken führen kann. Der Grund dafür ist Verschlucken.

    ...

    'nahm jeder mal einen kräftigen Schluck aus der Pulle'

    Ich bin einer der Schüler und es war kein KRÄFTIGER schluck !!!!

    Es war nur ein bisschen was auf dem Finger und jeder hat das dann probiert !

    Keine ahnung von dem Vorfall haben und dann so eine Schei** schreiben !

     

    ...

    hallo, ich habe von eurer kleinen mutprobe gehört und würde gerne mehr darüber erfahren. ich arbeite als redakteurin für einen deutschen fernsehsender und würde dich bzw. deine freunde und/ oder eltern gerne dazu einmal interviewen. da könntest du dann auch noch mal missverständnisse zum eigentlich vorfall beseitigen, wie du es hier schon im gästebuch geschrieben hast. ich würde mich wirklich freuen, wenn wir uns darüber nocheinmal zusammen unterhalten könnten. hier meine email-adresse und telefonnummer:

    redaktion [at] redaktionmuenchen [dot] de

    089/ 520 46 58 - 13

    0176/ 21 20 32 30 (einfach kurz anklingeln oder eine sms schicken und ich rufe sofort zurück. so entstehen auch keine weiteren kosten für dich).

     

    ganz liebe grüße aus münchen,

    v.c.

    Bild von Bernhard Rais
    tja, so ist das halt, wenn

    tja, so ist das halt, wenn Meldungen weitergegeben werden. Aber nachdem der "Patient" schon wieder am PC sitzt kann es ja soo schlimm nicht gewesen sein.

    Na ja...

    Jetzt den dicken machen, ich habe das ganze Szenario an der Schule erlebt. Und denen ging es richtig übel. Und die meisten haben immer noch zu knabbern. Mein Kumpel hat ne oprdentliche Ladung Medikamente und Nadeln etc. bekommen und die Jungs haben in der Schule fast geheult und sind zusammen gebrochen und hatten dann noch richtig Schiss dass sie ärger bekommen. Aber jetzt den Dicken machen.

    Das passt ganz gut zu dem Haufen.

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