VfL Handball: Damen-1 ... drehen sich im Kreis

Allmählich muss sich Harald Jekel vorkommen, wie Schauspieler Bill Murray im Kultfilm „Und täglich grüßt das Murmeltier". Alles wiederholt sich ständig. So, als wäre es genauso schon einmal da gewesen. Jedes Wochenende hält seine Mannschaft zwar stellenweise gut mit, kommt in der Handball-Bayernliga letztlich aber immer wieder unter die Räder. Auch im Heimspiel gegen den HCD Gröbenzell gab es für den VfL Günzburg eine 25:35-Niederlage. Es war die 15. Pleite im 18. Spiel der Saison.
Dabei waren die Gastgeberinnen in der ersten Hälfte wieder einmal über weite Strecken ebenbürtig. Auch Jekel war zu diesem Zeitpunkt noch zufrieden mit seinem Team. „Es wurde genau das umgesetzt, was wir trainiert haben", sagte er. Sprich: Einstudierte Spielzüge, schnelles Verschieben und viel Zug in Richtung gegnerisches Tor. Zwischenzeitlich gelang es dem HCD Gröbenzell zwar, mit bis zu sechs Toren Abstand davon zu eilen, bis zum Seitenwechsel hielt der VfL das Spiel aber offen. Der Spielstand: 16.18.
In der zweiten Halbzeit allerdings ließ der Tabellenletzte wieder einmal vieles vermissen. Jekel analysierte folgendermaßen: „Es fehlte beinahe alles: der Glaube an sich selbst und an die eigene Wurfkraft." An die vorgegebene Taktik hielt sich in dieser Phase des Spiels ohnehin niemand mehr. „Das war ganz schlimm für mich. Die Mädels sind einfach in solchen Situationen noch nicht kühn genug", meinte der Coach. Vom Wiederanpfiff weg dominierten die Oberbayerinnen die Partie, bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. 18:26 hieß es nach kurzer Zeit. Bis zum nächsten Günzburger Treffer vergingen fast zehn Minuten. Am Ende gewann Gröbenzell klar.
Jekel allerdings haderte kurz nach dem Schlusspfiff ein wenig mit seiner Mannschaft. Nicht, weil sie erneut den Kürzeren gezogen hatte. Vielmehr trauerte er den vergebenen Chancen nach und kritisierte das fehlende Selbstvertrauen. „25 Tore im Angriff sind nicht schlecht, aber wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit stark nachgelassen. Da fehlt es noch an Konstanz", sagte er. Der VfL sei auch in solchen Schwächephasen auf das Kollektiv angewiesen. Jekel: „Wir haben keine herausragenden Einzelspielerinnen. Wenn zwei oder drei wackeln, dann wackelt die ganze Mannschaft."
VfL-Tore: Apel (6), Märkl (5/1), Boesveld (4/2), Aust (3), Wieser, Schaaf, J. Deutschenbauer (je 2), Jorga (1).

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