
VfL Handball: Damen 1 - Gegen Haspo Bayreuth lange ebenbürtig
Sie haben zum ersten Mal in dieser Saison über 30 Tore geworfen. Schon zur Halbzeit waren es acht Treffer mehr als im gesamten Spiel der vergangenen Woche und dennoch hat die Konzentration wieder einmal nicht ganz bis zum Schluss gereicht. Mit 33:43 (23:19) verloren die Handballerinnen des VfL Günzburg ihr letztes Heimspiel der Bayernliga-Saison gegen Haspo Bayreuth.
Vor allem in der ersten Halbzeit zeigten die Günzburgerinnen ein ganz starkes Spiel. „Es war unsere beste Hälfte der ganzen Saison", sagte Trainer Harald Jekel. Aus einer sicheren Abwehr heraus erarbeitete sich der VfL richtig viele Chancen und verwertete den Großteil davon auch. In einem offenen Schlagabtausch liefen die Gastgeberinnen zwischenzeitlich einem Rückstand hinterher, hatten am Ende der ersten 30 Minuten aber sogar mit vier Toren die Nase vorne. Dabei kam dem VfL aber auch die offene Deckung der Bayreutherinnen entgegen. So konnten sie ihr Spiel besser entfalten.
Das merkten auch die Gäste. Und so stellten sie in der zweiten Halbzeit in der Defensive um, verteidigten fortan kompakt mit einer 6:0-Deckung. Quasi der taktische Knackpunkt der Partie. Denn mit dieser Art kamen die Günzburgerinnen nun gar nicht mehr zu recht. „Unsere Angriffe wurden nicht mehr ganz so druckvoll vorgetragen", erklärt Jekel. Und das wurde seiner Truppe schließlich zum Verhängnis. Zehn Minuten lang - bis zur 45. Minute - blieb die Begegnung weiter offen. 29:29 stand es zu diesem Zeitpunkt. Dann legten die Gäste nochmals einen Gang zu. „Wir waren nicht viel schlechter, konditionell waren die Spielerinnen auch noch gut dabei", meint Jekel. Es lag vielmehr an der mangelnden Cleverness. Während Bayreuth einen Gegenstoß nach dem aderen erfolgreich abschloss und Tor um Tor davonzog, klappte es bei den Weinroten nicht ganz so gut. „Es lag an der schlechten Umstellung von Angriff auf Abwehr. Da waren wir nicht schnell genug", sagt der Coach. Die Möglichkeiten, die Partie offen zu halten, waren vorhanden. Oder wie es Jekel nach der Partie sagte: „Der Leistungsunterschied war bei Weitem nicht so deutlich wie das Ergebnis aussieht." Er selbst war mit dem Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden. „Die Zuschauer haben gesehen, dass sich die Mädels nie hängenlassen. Das ist ganz wichtig", meint er.
VfL-Tore: Boesveld (9/6), Aust (6), Wieser (4), I. Deutschenbauer, J. Deutschenbauer, Schaaf (je 3), Apel, Jorga (je 2), Märkl.
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