(update) Günzburg/Kempten: "Mitleidsmasche" klappt nicht / Zeuge hilft Trickdieb zu schnappen

Dank eines aufmerksamen Zeugen gelang Beamten der Polizeiinspektion Günzburg gestern die vorläufige Festnahme eines 34-jährigen Trickbetrügers. Ein 48-jähriger Günzburger befuhr die St 2018 und bemerkte um kurz nach 17 Uhr ein am Fahrbahnrand stehendes "Pannenfahrzeug". Der Günzburger hielt und erkundigte sich beim 34-jährigen Fahrer rumänischer Herkunft nach dem Grund der "Panne". Dieser gab an, wegen Benzinmangel stehen geblieben zu sein und erbat sich vom Günzburger 100 Euro Bargeld. Eine Gegenleistung hatte der Rumäne bereits parat, das ganze in Form einer goldenen Halskette, die angeblich 1.600 Dollar wert sei. Der Günzburger machte alles richtig - er ging nicht auf den "Kuhhandel" ein sondern informierte stattdessen die Polizeiinspektion Günzburg.
Eine Streifenbesatzung konnte aufgrund der zeitnah erfolgten Mitteilung den Rumänen in seinem BMW mit deutscher Zulassung (VB-Zulassung, Vogelsbergkreis in Hessen) wenig später stellen und vorläufig festnehmen. Dieser räumte ein, dass die zuvor angebotene Kette nur drei Euro wert sei. Nach Durchführung der erforderlichen Maßnahmen konnte der Mann nach Hinterlegung eines Sicherheitsleistung in dreistelliger Höhe wieder entlassen werden.
Erst gestern kam es zu einem identischen Fall von Trickbetrug - und zwar in Kempten. Der gestern vorläufig festgenommene Rumäne ist auch für den Fall in Kempten dringend tatverdächtig. In beiden Fällen handelte es sich um das Fahrzeug mit VB-Zulassung.
Der 48-jährige Günzburger handelte gestern absolut richtig.

Aufgrund der Tatsache, dass mit genau der gleichen Masche aber weitere Personen unterwegs sind, nachfolgend Tipps das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West:

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  • Lässt es sich überprüfen, ob es sich um eine tatsächliche oder vorgetäuschte Notlage handelt (z.B. durch Blick auf die Tankanzeige)?
  • Lassen Sie sich nicht überrumpeln oder unter Druck setzen, holen Sie ggf. weitere Personen (Bekannte etc.) hinzu
  • Übergeben Sie kein Bargeld an fremde Personen
  • Lassen Sie sich den Ausweis zeigen und notieren Sie sich das Kfz-Kennzeichen

Kommt Ihnen das Verhalten verdächtig vor, informieren Sie umgehend die Polizei.

 

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