Bundespolizei München fasst zwei S-Bahn-Schläger / Fahndungsfotos von Videokameras bringen schnellen Erfolg

Die Bundespolizei hat zwei Tatverdächtige einer Schlägerei am Münchner S-Bahn-Haltepunkt Marienplatz vom 15. August gefasst. Nur eine Woche nach Veröffentlichung der Fahndungsfotos, gewonnen aus den Kameras der Videoüberwachung, wurden die jungen Männer in ihren Wohnungen gestellt. Von der Staatsanwaltschaft München I beauftragt, durchsuchte die Bundespolizei gleichzeitig die Wohnungen der Täter. Dabei konnte die von den Männern am Tattag getragene Kleidung sichergestellt werden. Der 24-jährige Kroate aus dem Kreis Ebersberg und der 25-jährige Münchner räumten bei der Vernehmung die Tat ein.
Die beiden erwartet nun eine Anklage wegen Gefährlicher Körperverletzung. Das Strafmaß für die Tat beträgt Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren.
Die gelernten Gas- und Wasserinstallateure waren bisher polizeilich nicht in Erscheinung getreten. Sie gaben an, dass es auf dem Heimweg nach einem Discothekenbesuch zu der tätlichen Auseinandersetzung gekommen war. Die Täter werden beschuldigt, am Sonntag, 15. August, einen 26-jährigen Mann zunächst in der S-Bahn und anschließend am Bahnsteig Marienplatz tätlich angegriffen, geschlagen und auf den Bewusstlosen eingetreten zu haben. Dabei erlitt das Opfer ein Schädel-Hirn-Trauma und Platzwunden im Gesicht.
Einer der Täter, der in München lebende Heizungsbauer, zog sich bei der Tatausführung eine Verletzung an der Hand zu, die er operativ behandeln ließ und wegen der er seit dem Tatzeitpunkt krankgeschrieben ist.
Mehrere Zeugen hatten sich bei der Bundespolizei aufgrund des Fahndungsaufrufs in den Medien gemeldet. Ihre Angaben über den Tatablauf und die mögliche Identität der Täter führten zum gewünschten Erfolg. Die Bilder aus den Videoüberwachungskameras erwiesen sich hierbei als zielführendes Instrument der Fahndung.

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