"Vorgetäuschte Autopanne" - nicht mit den Lindauer Schleierfahndern / Trickbetrüger festgenommen

Wie bereits berichtet, treiben im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West mehrere Personen mit einer speziellen Masche von Trickbetrug ihr Unwesen. Beamten der Schleierfahndung aus Lindau (Polizeiinspektion Fahndung Lindau) gelang am Donnerstag, 02.09.2010, die vorläufige Festnahme eines einschlägig bekannten Mannes an der Autobahn A 96 - das ganze auf frischer Tat.
Den Fahndern war am Donnerstag Vormittag an der Autobahnabfahrt bei Weißensberg ein am Straßenrand der B 12 stehender Pkw mit rumänischer Zulassung aufgefallen. Ein 39-jähriger Rumäne war gerade dabei, mit einer Straßenkarte in der Hand sich einem anhaltenden anderen Pkw-Fahrer zuzuwenden. Da hier ganz offensichtlich die hinlänglich bekannte Trickbetrug-Masche Anwendung finden sollte, griffen die Beamten ein und nahmen den Mann vorläufig fest.
Nach Abgleich seiner Personalien im Fahndungssystem der Polizei stand fest, dass der Mann bereits von den Staatsanwaltschaften in Köln und Kempten zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben war - jeweils wegen Verdacht des Betrugs. Im aktuellen Fall konnten die Beamten aber verhindern, dass dem hilfsbereiten Pkw-Fahrer, der bereits angehalten hatte, ein finanzieller Schaden entstanden wäre.
Nachdem der 39-Jährige Rumäne vorläufig festgenommen wurde, erfolgte auch eine gründliche Durchsuchung seines Fahrzeuges. Unter der Abdeckung der Mittelkonsole wurden die Beamten fündig, hier waren insgesamt 138 "Goldringe" (Imitate) versteckt. Derartiger "Schmuck" wurde von den Betrügern in der Vergangenheit den ahnungslosen hilfsbereiten Personen als "Pfand" bzw. "Gegenleistung" für deren finanzielle Zuwendung ausgehändigt.
Auch im aktuellen Fall wird Anzeige wegen versuchten Betruges gegen den Mann erstattet. Nach Hinterlegung eines dreistelligen Betrages konnte der Mann eine Inhaftierung abwenden, er wurde auf freien Fuß gesetzt. Der Fall zeigt, dass die in der Vergangenheit ausgesteuerten Warnhinweise weiterhin gelten.
Die Polizei warnt: Mit einem weiteren Auftreten der Betrüger und der Masche "Vorgetäuschte Autopanne" ist weiterhin zu rechnen.

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