Oberrieden: Entlaufenes Rind narrt Fänger / Kirchgänger müssen zur Rinderhatz

Am Samstagmittag ging bei der Polizei eine Meldung ein, wonach in Oberrieden ein Jungrind entlaufen sei und nun im Dorf auf die Leute losgeht.
Nach einer etwa zweistündigen Jagd konnte das Rind von einem hinzugerufenen Tierarzt mit einem Betäubungsgewehr betroffen werden. Das Rind hielt nach dem Betäubungsschuss jedoch nicht inne, sondern sprang davon und versteckte sich. Trotz Nachsuche konnte es nicht aufgefunden werden.
Am Sonntagmorgen wurde der Polizei erneut mitgeteilt, dass das Jungrind nun wieder im Dorf herum rennt. Nach einer etwa vierstündigen Hatz, kreuz und quer durch die Höfe und Gärten von Oberrieden, konnte das mittlerweile äußerst schlecht gelaunte Jungrind erneut mit dem Betäubungsgewehr getroffen werden. Wieder sprang das Tier durch mehrere Grundstücke im Ortsbereich und verschwand schließlich.
Eine eingesetzte Polizeistreife nutzte die Gunst der Stunde. So wurde im Anschluss an die Sonntagspredigt des örtlichen Pfarrers kurzerhand die Kirchengemeinde um Mithilfe bei der Suche nach dem Tier gebeten. Das Rind konnte schließlich am südöstlichen Ortsrand von Oberrieden aufgefunden werden. Nachdem ein weiterer Versuch des Tierarztes die Kuh zu betäuben misslang, musste das aggressive Tier von der Polizei erschossen werden.
Nach bisherigem Erkenntnisstand wurden mehrere Zäune beschädigt, jedoch keine Menschen gefährdet.

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