
Neu-Ulmer Rotkreuzchef wegen sexueller Belästigung, Beleidigung und Untreue angeklagt
A. B., langjähriger Geschäftsführer des Neu-Ulmer Rotkreuzkreisverbandes wurde von der Staatsanwaltschaft Memmingen der sexuellen Belästigung, Beleidigung und der Untreue angeklagt.
A. B. soll eine ehemalige Mitarbeiterin der Neu-Ulmer Tafel sexuell belästigt haben. Des weiteren wird er beschuldigt Waren, die für Bedürftige bestimmt waren, mitgenommen zu haben.
Staatsanwaltschaft und Polizei haben ein Jahr lang ermittelt. Nun wurde Anklage erhoben. Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest.
A. B. bestreitet die sexuelle Belästigung. A. B. hat im Neu-Ulmer Rotkreuzkreisverband sehr viel Aufbauarbeit geleistet. Er gilt bei seinen Mitarbeitern im Hinblick auf seine Führungsqualitäten jedoch als "etwas schwierig".
Der Geschäftsführer vom Roten Kreuz, Kreisverband Neu-Ulm befindet sich aktuell in seinem Jahresurlaub und soll, so eine Mitarbeiterin der Verwaltung, am Montag wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehren. Der Bezirksverband Schwaben des Roten Kreuzes wurde um eine Stellungnahme gebeten, die jedoch noch nicht erfolgt ist.
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Staatsanwaltschaft
Die Staatsanwaltschaft Memmingen hat dies veröffentlicht. Der Grund dürfte darin liegen, dass der Mann ein Amt bekleidet, das im öffentlichen Interesse steht. Wir haben bewußt nicht den Namen genannt, andere Medien machen dies.
????
zuallererst: ich möchte den Mann nicht in Schutz nehmen, sexuelle Belästigung und auch Untreue sind Dinge, die sehr wohl angeklagt gehören. Auch finde ich, dass jemand sofort beurlaubt werden sollte (auch schon in dessen eigenem Interesse) sobald eine derartige Anklage im Raum steht.
Aber was ich nicht verstehe ist die Tatsache, dass so eine Information ein Thema für die Presse ist. "Nur" weil es sich um das DRK/BRK handelt gibt es dafür doch nicht mehr öffentliches Interesse als wenn es ein Mitarbeiter einer beliebigen anderen Firma wäre - und da würde sich niemand dafür interessieren...
Hohe Brisanz - wo bleibt die Beurlaubung?
eine Anzeige wegen sexueller Belästigung ist ein sehr heißes Eisen, da in der Regel dies niemand bezeugen kann. Hier steht also unter Umständen Aussage gegen Aussage. Aber vielleicht haben deshalb die Ermittlungen so lange gedauert, denn die Polizei ist sich sicherlich der Brisanz solcher Aussagen bewusst zumal, wenn es sich um eine doch bekannte Persönlichkeit handelt.
Allerdings hat der Geschäftsführer vom Roten Kreuz Neu-Ulm wohl die Untreue zugegeben. Der Anschuldigung wegen Untreue hat er offensichtlich nicht wiedersprochen. Deshalb frage ich mich, wieso er am kommenden Montag aus dem Urlaub zurückkehrt als ob nicht passiert sei. Wenn nur irgend etwas an einer der Beschuldigungen dran ist muss der Mann sofort beurlaubt werden!
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