Traunstein: Verzweifelter Ehemann will sich selbst verbrennen

Durch beherztes Einschreiten von Polizeibeamten im Traunsteiner Gerichtsgebäude konnte am Mittwochvormittag, 26.01.2011, Schlimmeres verhindert werden. Ein 45-Jähriger hatte gedroht sich anzuzünden.
Der Mann hatte sich in einem Toilettenabteil im Gerichtsgebäude eingeschlossen und mit Benzin übergossen. Als er die Anwesenheit einer weiteren Person in der Herrentoilette wahrnahm, verlangte er laut nach dem obersten Richter und drohte sich selbst anzuzünden.
In der Toilettenanlage befand sich zu dieser Zeit zufällig ein Polizeibeamter, der eine Flüssigkeit am Boden und Benzingeruch wahrnahm. Schnell rief er noch drei weitere im Gerichtsgebäude anwesende Kollegen hinzu.
Gemeinsam und ohne zu zögern, brachen sie das versperrte Toilettenabteil auf. Der 45-Jährige konnte von den Beamten widerstandslos festgenommen und ein mitgeführtes Feuerzeug sichergestellt werden.
Im Jahr 1993 hatte der offenbar verzweifelte Mann seine Frau bei einem Verkehrsunfall verloren. In der Folge war es zu mehreren Prozessen gekommen. Die Tat des offenbar verzweifelten Mannes dürfte im Zusammenhang mit einer erst in der vergangenen Woche abgewiesenen Schadenersatzklage stehen. Der 45-Jährige wurde in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert.
Die Kriminalpolizeiinspektion Traunstein hat Ermittlungen aufgenommen.

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