
MdB Georg Nüßlein: Schnelles Internet muss auch in der kleinsten Gemeinde möglich sein
Auf Einladung des heimischen Bundestagsabgeordneten Dr. Georg Nüßlein (CSU) haben im Berliner Bundestag fast 100 Abgeordnete von CDU und CSU, Fachreferenten und Verbandsvertreter mit Bundesministerin Ilse Aigner und Bundesminister Dr. Peter Ramsauer konkrete Lösungsvorschläge für einen beschleunigten Breitbandausbau in Deutschland erörtert.
Nüßlein, der auch Beauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Kommunikationspolitik ist, will in Berlin Druck machen, dass endlich auch die kleinen Gemeinden in Bayerisch Schwaben und in anderen ländlichen Gebieten schnelles Internet bekommen können.
Zwar hat die Bundesregierung in ihrer Breitbandstrategie das Ziel gesetzt, bis 2014 75 Prozent aller Haushalte in Deutschland mit einer Datenrate von 50 MBit/s anzuschließen. Nüßlein prognostiziert aber ein sich noch ausweitendes Stadt-Land-Gefälle, weil die restlichen 25 Prozent der dann noch nicht versorgten Haushalte mit Sicherheit im ländlichen Raum liegen werden. Deshalb hat Georg Nüßlein in der aktuellen Diskussion eine sogenannte Universaldienstleistungsverpflichtung ins Spiel gebracht: „Es ist klar, dass die Telekommunikationsunternehmen in entlegenen Regionen nicht investieren werden, weil es sich da für sie schlicht nicht lohnt. Damit liegt ein klares Marktversagen vor, wo wir von Bundesseite einspringen müssen. Dazu sind wir vom Grundgesetz her verpflichtet. Dann müssen die Unternehmen eben gesetzlich dazu verpflichtet werden, auf dem Land schnelle Internetanbindungen zu schaffen."
Dabei sieht Nüßlein nur Glasfaser- und Kabelnetze als technisch sinnvolle Varianten, weil alleine diese Leitungen die Geschwindigkeit liefern können, die in den kommenden Jahren notwendig sein wird. „Ich möchte nicht, dass unser Breitband von heute unsere Schmalspur von morgen wird. Alle Bewohner und alle Unternehmen in unserer schönen Heimatregion sollen die Möglichkeit haben, schnelle Datenautobahnen nutzen zu können.", ist Nüßlein überzeugt.
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Alles nur Lüge?
Warum hat die CSU in Bayern im vergangenen Jahr gegen eine Initiative der SPD gestimmt, welche das Breitband Internet in den ländlichen Gegenden eindeutig nach vorne gebracht hätte?
Hier zur besagten Absimmung
Das muss ich mich schon fragen!
Mit freundlichem Gruß
Joachim Konrad
Ich denke, Sie wissen genau,
Ich denke, Sie wissen genau, dass die Politik ein multifaktorielles Geschehen ist. Ein einfaches "Ja" und "Nein" aus genau EINEM Grund gibt es meistens nicht. Ich habe keine weiterführenden Informationen, kann mir aber schon vorstellen, dass es den ein oder anderen bedenkenswerten Grund gegeben hat.
Zum Einen weiß ich nicht, wie sinnvoll es ist, unkritisch und flächendecken (und damit wohl auch da und dort unnötigerweise) irgendwelche Leerrohre zu verlegen. Man braucht flexible Lösungen und nicht die pauschale Gießkanne. Damit werden unnötigerweise Steuergelder verschleudert.
ZUm Anderen frage ich mich, ob es wirklich Glasfaser sein muss. Das ist die absolute "Deluxe-Lösung". Und ob es DIE auch tatsächlich flächendeckend und überall braucht, das bezweifle ich nicht. Für 50 Anschlüsse tut's ein "normales" Kabel wohl auch. Für einen Ort mit 500 Anschlüssen mag das anders sein. Auch hier bitte eine flexible Lösung vor Ort, nicht die pauschale Gießkanne.
Ob das jetzt die Gründe des CSU-Neins waren, weiß ich nicht. Die CSU hier aber relativ platt als Verhinderer hinzustellen, das ist mir etwas zu durchsichtig.
Mit freundlichen Grüßen
Stephan Schwarz
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