Junge Vandalen gefasst - Sozialstunden und Jugendarrest


Bundespolizei Rosenheim und Polizei Mindelheim klären Schadensserie.
 
Lkrs. Unterallgäu/Mindelheim (bpol / MiM) – Vergangene Woche (1. April) sind zwei Jugendliche wegen mehrerer Sachbeschädigungen beim Amtsgericht Memmingen erschienen. Laut polizeilichen Ermittlungen sollen sie wiederholt Züge der Bahnstrecke Günzburg – Mindelheim beschädigt haben. Das Gericht verwarnte die Burschen und verhängte jeweils 50 Sozialstunden sowie zwei Wochenenden Jugendarrest für einen der beiden Täter.
 
Serie von Sachbeschädigungen beginnt 2010
Anfang 2010 trieben zunächst unbekannte Vandalen in Zügen zwischen Günzburg und Mindelheim ihr Unwesen. Sie beschmierten, beschädigten und zerstörten im Wageninneren die Einrichtungen verschiedener Regionalbahnen. Der verursachte Gesamtschaden liegt zwischen 2.500 und 3.000 Euro. Die zuständige Bundespolizeiinspektion in Rosenheim ermittelte in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Mindelheim gegen die zunächst unbekannten Täter. Schließlich gerieten mehrere Minderjährige  ins Visier der Ermittler. Angesichts der polizeilichen Erkenntnisse blieb ihnen nichts anderes übrig, als ihre Taten einzugestehen.
 
Hohe Schadensersatzanforderungen
Vor Gericht führte die vorhandene Beweislage dann zu der gehörigen Verwarnung der geladenen Jugendlichen. Beide haben je 50 Sozialstunden abzuleisten. Der Haupttäter muss sogar für zwei Wochenenden in eine Jugendarrestanstalt. Von den Konsequenzen nach dem Jugendstrafrecht abgesehen, kommen auch noch die zivilrechtlichen Schadensersatzforderungen der Bahn auf die jungen Vandalen beziehungsweise ihre sicher wenig erfreuten Eltern zu.

Foto: Archiv [Quelle: © Thorben Wengert / pixelio.de]

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