update 2.5.-10:15 h: Historisches Bergrennen in Stadtsteinach: Auto rast in Zuschauermenge – Fünf, teils schwer Verletzte

Beim 9. ADAC-Frankenwald-Berg-Revival kam es am Sonntagmittag zu einem Unfall mit mehreren Verletzten. Ein 6jähriger Junge erlitt schwerste Verletzungen.
Gegen 11.30 Uhr kam ein 32-Jähriger aus dem Teilnehmerfeld mit seinem VW Polo ins Schleudern. Eigenen Angaben zu Folge musste er wegen eines unmittelbar vor ihm die Ziellinie überfahrenden Teilnehmers ein Bremsmanöver einleiten. Hierbei verlor er die Kontrolle über seinen Wagen.
Mit seinem rot/weißen Polo erfasste er eine Gruppe Zuschauer, die im hinteren Bereich des Zieleinlaufes standen. Fünf Personen wurden durch das Unfallgeschehen unmittelbar verletzt. Vier davon im Alter zwischen 9 und 72 Jahren erlitten leichte bis mittelschwere Verletzungen. Sie wurden durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser transportiert. Ein 6-jähriger Junge aus der Personengruppe wurde mit schwersten Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Die verletzten Personen stammen aus dem Bereich Hof. Sechs weitere Zuschauer erlitten einen Schock und wurden an Ort und Stelle ärztlich versorgt.
Der 32-jährige Polofahrer aus dem Raum Schweinfurt blieb unverletzt. Das Revival wurde von der Rennleitung nach dem Unfall sofort unterbrochen. Kurze Zeit später wurde der Abbruch bekanntgegeben.
Die Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen zum Unfallgeschehen aufgenommen. Noch unbestätigten Informationen zufolge hatten Zuschauer die Absperrung überwunden. In die ungesicherten Zuschauer soll der Polo hineingefahren sein.
Die genaue Zuschauerzahl, insbesondere im Zielbereich kann nicht beziffert werden.
Die Staatsstraße zwischen Stadtsteinach und Presseck war für diese Veranstaltung für das Wochenende für den Verkehr gesperrt. Bei diesem Event handelt es sich nicht um ein klassisches Autorennen, sondern um eine Berggleichmäßigkeitsprüfung. Teilnehmen dürfen nur Fahrzeuge, welche mindestens 20 Jahre alt sind. Ziel ist es nicht die zirka 3 Kilometer lange Bergstrecke innerhalb kurzer Zeit zu bewältigen. Die Strecke ist insgesamt dreimal zu bewältigen. Beim ersten Durchgang wird die Zeit der einzelnen Teilnehmer als Referenzzeit gemessen. Diese Zeit gilt es bei den folgenden Durchgängen so genau wie möglich zu bestätigen. Gewonnen hat nicht der schnellste Teilnehmer, sondern derjenige mit der geringsten Zeitabweichung.
An der Unfallörtlichkeit waren rund 50 Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Polizei sowie der Leitende Oberstaatsanwalt aus Bayreuth und ein Sachverständiger im Einsatz. Weiterhin kümmerten sich Notfallseelsorger und ein Kriseninterventionsteam um die Zuschauer.

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