Bürgerbegehren in Garmisch-Partenkirchen: Denkbar knappes Ergebnis pro Winterolympiade 2018

Mit einer knappen Mehrheit stimmten heute die Bürger aus Garmisch-Partenkirchen für die Winterolympiade 2018.
58,07 % stimmten dafür, 49,41 waren dagegen. Erforderlich waren mindestens 55 %. Das Ergebnis bedeutet, dass die Stadt weiterhin gemeinsam mit der Landeshauptstadt München für die Winterspiele 2018 kämpft.
Die Wahlbeteiligung war erheblich geringer als erwartet. Es wurden mit 60 % bis 70 % gerechnet. Sie lag bei 59,64 % und damit genauso hoch wie bei den letzten Kommunalwahlen.

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Entscheid vs. Begehren

Es handelt sich um einen BürgerENTSCHEID kein Bürgerbegehren

E.H.

 

Das Schlimme von "Abstimmungen" bei solchen Bewerbungen ist es, dass die Unvernunft mit den kommerziellen Mittel der Medienmacht regelmäßig über ein Stück Natur "siegt". Das die vermeitnlichen "Mehrheit" bei nur 58% liegt, ist bei der konservativen Bevölkerung in Garmisch-Partenkirchen bereits ein sehr deutlicher Hinweis auf die ernstzunehmende Situation für die großen Probleme im Zusammenhang mit dem Ausverkauf der Natur für 14 Tage Profit-Wettkampfspiele im Sinne von Sponsoren und der übermächtigen Olympa-Industrie.

Trotz der riesigen Medienmacht der Olympia-Protagonnisten ist es kaum gelungen mehr als jeden Zweiten "Garmischer" für die "Spiele der Unvernunft" zu gewinnen - in der Regel die Masse jener Personen, die der voraussagbaren menschlichen Unvernunft Folgen langfristige Folgen für das ohnehin schon völlig zersiedelte Werdenfelser Tal ihren eigenen persönlichen Profit-Interessen hintan stellen.

Geopfert werden die letzten großen Talwiesen zwischen Garmisch und Hammersbach, die letzten Talwiesen, welches Besiedlung und Berge von einanderer abgrenzte.  Sie treten nicht nur als Fotomotiv auf jeder zweiten Postkarte von Garmisch-Partenkirchen in Erscheinung, sondern sind die grüne "Lunge" der Stadt, sind das letzte Stück Bäuerlichkeit im weitgehend zubetoniertem Talgrund. Hier noch ein Stück Bagger, da noch eine neue Piste - nirgendwo sonst kann der Natur in Garmisch sichtbarerer Schaden zugefügt werden als eben in diesem sensiblen Talababschnitt. Menschen von Außen wissen selten, worüber sie argumentieren, plappern nach, was ihnen Sportfunktionäre über tausende von Werbespots in den Mund legen.

Olympia wird daher auch zum Bumerang. Die Zeiten sind lange  vorbei, in denen sich Orte noch mit den "Olympischen Ringen" zierten - Garmisch-Partenkirchen hatte sie ohnehin längst und man beachtete sie kaum. Vielmehr steht dieses Emblem im Jahre 2011 längst für das Zurückbleiben einer Betonwüste, die  im Anschluss von zwei Wochen nackten Kommerz, Fernsehwerbung für Coca-Cola bis Energiedrink, für die neueste Skibindung bis hin zur Pharmaindustrie zurückbleibt. Ob Albertville oder Turin, übriggeblieben ist in diesen Orten "verbrannte Erde", angefangen an unansehlichen Betonbauten bis hin zu riesigen Verkehrsinfrastruktur-Projeken rund um mit viel Popanz aufgeblasener Sportspiele. Die Wunden wird keiner mehr heilen können und gerade Garmisch läuft besonders Gefahr, hierdurch auch langfristige ökonomische Schäden fortzutragen, in dem das wichtige Sommerpublikum immer mehr ausbleibt.

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