VfL Handball: Pascal Hens (HSV Hamburg) im Interview mit Jugendleiterin Claudia Jahn

Pascal Hens ist zurzeit wohl der berühmteste Spieler des deutschen Handballs. Weltmeister, Europameister, Deutscher Meister, Olympische Silbermedaille, Sieger Europapokal der Pokalsieger, DHB Pokalsieger, Supercupsieger - es gibt wenig, was er nicht gewonnen hat.Im Vorfeld seines heutigen Spiels in Günzburg unterhielt sich unsere Jugendleiterin Claudia Jahn mit dem Superstar.

Nicht nur unsere Jugend ist ganz heiß darauf, Sie einmal live zu erleben. Herr Hens, Sie haben so viel gewonnen wie selten ein Spieler. Was war Ihr schönster Titel bis jetzt?
Pascal Hens: Das ist schwer zu sagen. Die deutsche Meisterschaft zu gewinnen war eines meiner größten Ziele. Dementsprechend war das natürlich ein riesen Moment für mich, aber natürlich war der Gewinn der Weltmeisterschaft im eigenen Land auch sensationell.
Mit wie viel Jahren haben Sie begonnen Handball zu spielen?
Pascal Hens: Mit 6 Jahren
Wie sind Sie zum HSV gekommen ?
Pascal Hens: Ich hatte 2003 das Angebot vorliegen und habe an dieses neue Projekt HSV Hamburg geglaubt. Ich dachte mir, dass es eine riesen Chance für mich ist und habe mich deshalb für einen Wechsel nach Hamburg entschieden.
Wie lange hat es gedauert, aus den vielen super tollen Einzelspielern eine so schlagkräftige Mannschaft zu formen?
Pascal Hens: Das ist ein ständiger Prozess. Man muss sich als Mannschaft immer weiterentwickeln. Wir haben es da in den letzten Jahren wirklich geschafft noch ein paar Prozent draufzulegen. Je länger man als Team zusammenspielt, umso besser klappt es dann auch irgendwann.
Heute ist im Handballsport nicht nur Spieltechnik sondern auch ein athletischer Körper von großer Wichtigkeit. Was würden Sie jungen Spielern raten, wenn sie vorankommen wollen?
Pascal Hens: Athletik ist natürlich sehr wichtig, aber man muss auch immer vorsichtig sein solange der Körper noch im Wachstum ist. Da denke ich besonders an falsches Krafttraining. Wenn man da in zu frühen Jahren denkt, man müsste schon eine riesen Maschine sein, dann kann man auch viel kaputt machen und seinem Körper eventuell schaden.
Der Traum aller anwesenden Jungs und Mädchen ist, einmal im Nationalkader zu stehen. Wie war Ihr Weg dorthin?
Pascal Hens: Ich habe Handball eigentlich immer nur gespielt weil es mir einfach Spaß gemacht hat. Dieser Weg in die Nationalmannschaft hat sich dann so ergeben. Es ist auch nicht so, dass ich vorher immer in den Auswahlmannschaften gespielt hätte. Das kam alles erst so ab der A-Jugend. Da wurde ich Jugendnationalspieler.
Vor Eurem Trainingsspiel findet unser Jugendcup statt. Da interessiert es nicht nur die Kinder, was Ihr erster Titel als Jugendlicher war?
Pascal Hens: Ich glaube da habe ich nie etwas gewonnen. Vielleicht wurde ich mal Oberligameister oder Bezirksmeister.
Wie sind Sie eigentlich zu Ihrem Spitznamen „Pommes" gekommen?
Pascal Hens: Der Name ist vor vielen Jahren im Kraftraum entstanden. Ich hatte damals ganz dünne "Pommes"-Ärmchen.
Sie sind ja jetzt ganz oben im Handballsport. Aber es gibt ja nicht nur die Zeit des Spitzensports. Nicht nur die Kinder interessiert es, welche Pläne hat so ein Ausnahmesportler wie Sie nach Abschluss der aktiven Zeit?
Pascal Hens: Das muss ich selbst nochmal schauen. Ich bin auf jeden Fall sportverrückt und bin mir sicher, dass es damit etwas zu tun haben wird.
Sie werden gegen den TSV Friedberg spielen, die beste Mannschaft in Bayerisch Schwaben. Ist es schwierig für Sie als Deutscher Meister, sich für ein Spiel gegen eine Mannschaft aus der dritten Liga zu motivieren?

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