BAB A 93 - bei Nabburg: Ein Toter und 22 Verletzte bei schwerem Busunfall
Zu einem schweren Verkehrsunfall bei dem ein 16-jähriger Jugendlicher getötet und 22 Personen verletzt wurden, kam es heute in den frühen Morgenstunden auf der Autobahn A 93 Regensburg - Weiden. Dabei entstand ein Sachschaden von etwa 100.000 Euro. Die Autobahn war bis gegen 08.00 Uhr komplett gesperrt.
Gegen 01.40 Uhr ging bei der Einsatzzentrale Oberpfalz ein Notruf ein, wonach sich zwischen den Anschlussstellen Schwarzenfeld und Nabburg ein schwerer Verkehrsunfall ereignet habe, bei dem ein Bus beteiligt sei. Die Einsatzkräfte stellten am Unglücksort fest, dass ein Reisebus aus Tschechien aus bisher unbekannter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abgekommen war und am Fuß der etwa fünf Meter hohen Böschung auf dem Dach lag.
Ein Großteil der 55 Fahrgäste, die in Tschechien an drei versch. Einstiegsstellen aufgenommen wurden, und die beiden Busfahrer konnten sich selbst aus dem Fahrzeug befreien. Zwei Personen waren zunächst eingeklemmt.
Die Reisegruppe hatte in München Fußballspiele im Rahmen des „AUDI-Cup" besucht und war mittlerweile wieder auf dem Rückweg nach Prag.
Die Autobahn wurde in beiden Fahrtrichtungen komplett gesperrt. Dies auf Grund des verständigten Großaufgebots von Rettungskräften, etwa 180 aus verschiedenen Einrichtungen wie Rettungsdienst, THW und den Feuerwehren der Region sowie die Autobahnmeisterei. Ferner um eine Landemöglichkeit für Rettungshubschrauber zu gewährleisten. Die Polizei war zudem mit ca. 40 Einsatzkräften vor Ort.
Die 22 Verletzten wurden von den Rettungsfahrzeugen in verschiedene Krankenhäuser von Weiden bis Regensburg verbracht.
Die Richtungsfahrbahn nach Regensburg konnte gegen 05.00 Uhr wieder geöffnet werden. Gegen 08.00 Uhr wurde die Autobahn in Richtung Weiden für den Verkehr wieder freigegeben. An der Ausleitungsstelle hatte sich ein etwa zwei Kilometer langer Stau gebildet. Den total beschädigten Bus barg ein Abschleppunternehmen über einen angrenzenden Feldweg.
Der bei dem Unfall ums Leben gekommene 16-Jährige wird auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Amberg obduziert, die ordnete zudem die Hinzuziehung eines Gutachters an. Ein Alkotest bei dem 62-jährigen Fahrer verlief negativ.
Zur Betreuung der unverletzten Personen, die zum Feuerwehrgerätehaus nach Nabburg verbracht wurden, waren auch mehrere Notfallseelsorger und Angehörige des Kriseninterventionsteams hinzugerufen, ebenso die Verhandlungsgruppe des Polizeipräsidiums Oberpfalz.
Gegen 10.15 Uhr konnten die unverletzten Fahrgäste sowie die zwischenzeitlich behandelten 19 leicht Verletzten mit einem Ersatzbus die Heimreise antreten. Die restlichen drei waren schwerer verletzt und verblieben in stationärer Obhut.
Die an der Unfallstelle aufgefundenen persönlichen Gegenstände wurden soweit möglich den Reisenden ausgehändigt. Der verbliebene Rest wird über das Gemeinsame Zentrum der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit Schwandorf an tschechische Polizeibehörden übergeben.


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