BAB A 3 - Anschlussstelle Kist: Drei Tote bei schwerem Verkehrsunfall
Bei einem schweren Verkehrsunfall kamen heute Mittag auf der BAB A 3 im Landkreis Würzburg ein Ehepaar und deren Tochter ums Leben. Zwei weitere Kinder wurden leicht verletzt. Sie und ein LKW-Fahrer erlitten einen Schock.
Die Unfallursache ist noch unklar. Doch soll angeblich der Unfallfahrer durch einen Unfall auf dem gegenüberliegenden Fahrstreifen abgelenkt worden sein.
Das Auto der verunglückten Familie war in voller Fahrt unter einen türkischen Sattelzug gefahren. Für drei Insassen kam jede Hilfe zu spät. Die beiden Kinder wurden wie der türkische Lkw-Fahrer, der offenbar einen Schock erlitten hat, in Krankenhäuser gebracht.
Auf Anordnung der Staatanwaltschaft Würzburg war eine Sachverständige an der Unfallstelle. Aufgrund der Spurenauswertung steht fest, dass der mit fünf Personen besetzte Pkw der Marke Renault in einem übersichtlichen und dreispurigen Bereich der A 3 auf dem mittleren Fahrstreifen offenbar in voller Fahrt gegen das Heck eines türkischen Lastzugs geprallt ist. Dabei verkeilte sich der Pkw fast bis zum Kofferraum unter dem Sattelauflieger.
Nach dem Zusammenstoß kam der Sattelzug erst nach etwa 200 Metern zum Stehen. Bei den Toten handelt es sich um den 63-jährigen Fahrer, seine 55-jährige Ehefrau auf dem Beifahrersitz sowie die Tochter des Ehepaares, die auf dem Rücksitz saß. Die beiden neun und fünf Jahre alten Kinder der 36-Jährigen, die ebenfalls auf dem Rücksitz in Kindersitzen mitfuhren, kamen wie durch ein Wunder mit leichteren Verletzungen davon. Sie wurden wie der türkische Lkw-Fahrer in Krankenhäuser eingeliefert. Die Getöteten und die beiden Kinder kommen aus dem Landkreis Hamm in Nordrhein/Westfalen.
Die nach dem Unfall erfolgte Vollsperrung der A 3 Richtung Nürnberg konnte um 15.15 Uhr wieder aufgehoben werden. Der Verkehr war über eine Nebenfahrbahn an der Unfallstelle vorbeigeleitet worden. Danach wurden zwei Fahrstreifen Richtung Nürnberg freigegeben. Seit 16:00 Uhr gibt es wieder freie Fahrt.
Die Arbeit der Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried wurde an der Unfallstelle von den Feuerwehren aus Hettstadt, Helmstadt, Waldbüttelbrunn und Kist unterstützt, die mit über 30 Mann im Einsatz waren. Die Rettungsleitstelle hatte drei Rettungswägen, einen Rettungshubschrauber, ein weiteres Fahrzeug und einen Notfallseelsorger entsandt. Auch Mitarbeiter der Autobahnmeisterei waren im Einsatz.


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