Ursberg/Garmisch-Partenkirchen: Zündler festgenommen

Einem Feuerwehrmann aus Farchant im Landkreis Garmisch-Partenkirchen fiel am Montagabend, 08.08.11, ein junger Mann auf, der sich auffällig an einem Holzstapel aufhielt und rief die Polizei. Die polizeilichen Ermittlungen führten zu dem Verdacht, dieser könnte für Brandstiftungen im Bereich Farchant verantwortlich sein. Der Mann stammt aus dem Landkreis Günzburg.

Seit Ende Mai gingen bei der Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen einige Meldungen über Rauchentwicklungen und kleinere Brände ein. Mal qualmte ein Holzstoß, mal wurde ein verkohlter Reisighaufen aufgefunden. Die Schäden waren gering und zumeist mit einfachen Mitteln zu löschen. Zwar sprach einiges dafür, dass für die Kleinbrände ein und derselbe Zündler verantwortlich war, von einer Serie konnte jedoch nicht gesprochen werden. Als jedoch am Donnerstagnachmittag, 02.06.11, eine Feldscheune am Loisachuferweg bei Farchant brannte und ein Sachschaden von 10.000 Euro entstand, intensivierte die Kriminalpolizeistation Garmisch-Partenkirchen ihre Ermittlungen.

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Ein Farchanter Feuerwehrmann beobachtete am Montagabend schließlich den jungen Mann, der sich auffällig an einem Holzstoß aufhielt. Da auch dieser bereits in der Vergangenheit Gegenstand von Zündeleien gewesen war, informierte er die Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen.

Die Beamten überprüften den jungen Mann, einen 22-Jährigen aus Ursberg im Landkreis Günzburg und stellten fest, dass dieser scheinbar körperlich und geistig schwer benachteiligt sei und deshalb in einem geschlossenem Heim betreut wird.

der junge Mann führte ein Feuerzeug und eine Kerze mit. Auf Nachfragen der Beamten verwickelte sich der kindlich-jugendlich wirkende Mann in Widersprüche und räumte schließlich ein, für acht Zündeleien, darunter auch für den Brand der Feldscheune verantwortlich zu sein.

Nach seinen Einlassungen habe der Mann während der Ferienzeit Verwandte besucht und die Brände gelegt. Der Grund dafür ist scheinbar, dass der Mann nicht in das Pflegeheim zurückkehren wollte.

Verletzt oder konkret gefährdet wurde niemand. Aufgrund des Gesundheitszustandes unterstützten die Ermittler und die Staatsanwaltschaft die Rückführung in sein geschlossenes Pflegeheim.

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