Einsatzleitung bei Wassernotfällen


 

Bei Wassernotfällen steht künftig Einsatzleiter bereit

 

 

Ostallgäu / Kaufbeuren – Der Rettungsdienst ist stets in unserem Bewusstsein, nahezu täglich verfolgt wohl jeder mit Blaulicht und Martinshorn vorbeieilende Notarzt- und Rettungsfahrzeuge. Nicht so häufig, aber dennoch äußerst dringlich und kritisch sind meist Notfälle im Wasser. Spezialisten, wie Rettungsschwimmer, Taucher und Boote sind erforderlich. Für diese Hilfeleistungen sind flächendeckend Schnelleinsatzgruppen von Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und BRK-Wasserwacht aufgestellt, die durch die Integrierte Leitstellen mit dem Notruf 112 alarmiert werden können. Ganz neu ist nun, dass es künftig „Einsatzleiter Wasserrettung“ geben wird, die alle bei einem solchen Einsatz tätigen Hilfskräfte führen und koordinieren und zwar, unabhängig von welchen Hilfsunternehmen sie kommen.

 

Ausführungsverordnung zum Rettungsdienstgesetz

Anfang des Jahres wurde eine Ausführungsverordnung zum Bayerischen Rettungsdienstgesetz erlassen, die diese Führungsperson entsprechend vorsieht. Seither laufen die Vorbereitungen für das Allgäu, das in Dienstgebiete eingeteilt ist. Nach einigen Vorbereitungen ist es nun im Gebiet des Ostallgäus und der kreisfreien Stadt Kaufbeuren soweit: Insgesamt zwölf Personen wurden von der Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) für diese Funktion bestellt, wobei die Zugehörigkeit mit jeweils sechs paritätisch auf beide Hilfsorganisationen verteilt ist. Der Dienst wird rein ehrenamtlich versehen. DLRG und Wasserwacht wechseln sich monatlich ab.

 

Zwölf Führungskräfte von DLRG und Wasserwacht

Die neuen Einsatzleiter sind freilich nur in dieser Aufgabe neu, eigentlich sind es „alte Hasen“ und mit dem Thema lange vertraut. Einsatzerfahrung und persönliche Eignung sei nämlich - neben einer entsprechenden Führungsausbildung, eine der Voraussetzungen, die mitzubringen sind, betonen Werner Seibt von der DLRG und Edgar Gailhofer von der Wasserwacht unisono. Die beiden haben in den letzten Monaten intensiv an Vorbereitungen und Abstimmungen mit dem zuständigen Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Allgäu sowie der Integrierten Leitstelle gearbeitet. In der DLRG-Einsatzzentrale in Kaufbeuren trafen die Einsatzleiter jetzt in kompletter Runde zusammen, um sich abzustimmen und die künftige Umsetzung ihrer gemeinsamen Aufgabe zu besprechen. Im Einsatzfall trägt der Einsatzleiter Wasserrettung eine gelbe Weste, die ihn als „Chef“ kenntlich macht. Bleibt im Hinblick auf die möglicherweise betroffenen Patienten zu hoffen, dass der Funkmeldeempfänger sie nur selten mit einem schrillen Alarmton zum Ausrücken veranlasst.

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