
Bayern/Landkreis Günzburg: „Dicker Fisch“ ging bei nächtlicher Verkehrskontrolle ins Netz - Serieneinbrecher überführt
„Verbrechen lohnen sich nicht!" Zwar braucht die Polizei bei der Aufklärung so mancher Straftaten einen langen Atem, am Ende aber können die meisten Straftäter überführt und bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht werden. Dies beweist auch die durch die Dienststellen des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West erzielte Aufklärungsquote aller im Jahr 2010 angezeigten Straftaten, sie betrug knapp 70 %.
Eindrucksvoll stellten dies zuletzt u.a. die Beamten der Polizeiinspektion Krumbach unter Beweis. Erst im Juni konnte der unter dem Namen „Autowühler" bekannt gewordener lange gesuchter Seriendieb dingfest gemacht werden, der für rund 50 versuchte und vollendete Diebstähle aus Fahrzeugen verantwortlich war. Die Festnahme war nicht zuletzt aufgrund der gründlich durchgeführten Spurensicherungsarbeiten der betroffenen Dienststellen möglich.
Im Juli gelang die Festnahme eines Einbrechers auf frischer Tat, er war u.a. gleich vier Mal in ein Gewerbeobjekt in Ziemetshausen eingebrochen. Dem Mann konnten außerdem weiterer Straftaten nachgewiesen werden.
Ein ganz anderer Fall trug sich bereits Mitte März 2011 zu: Wie damals bereits berichtet wurde, unterzogen Beamte der Polizeiinspektion Krumbach am frühen Morgen des 13.04.2011 einen Pkw mit auswärtiger Zulassung im Stadtgebiet von Krumbach einer verdachtsunabhängigen Verkehrskontrolle. Aufgrund mehrerer auf der Rücksitzbank aufgefundener Baumaschinen, deren Herkunft zunächst nicht geklärt werden konnte, wurden beide Personen vorläufig festgenommen. Wie die Ermittlungen ergaben, wurde in der gleichen Nacht in der nahegelegenen Gemeinde Breitenbrunn (Lkrs. Unterallgäu) in drei Objekte eingebrochen und hier ein Gesamtschaden (Beute- und Sachschaden) von über 25.000 Euro verursacht. Die beiden anlässlich der Verkehrskontrolle festgenommenen rumänischen Staatsangehörigen im Alter von 41 und 21 Jahren sind dieser Taten dringend verdächtig, sie warten in verschiedenen Justizvollzugsanstalten derzeit auf ihren Prozess.
Wie sich mittlerweile herausstellte, handelte es sich zumindest bei dem 41-Jährigen um einen wahrlich „dicken Fisch". Nicht zuletzt der Aufmerksamkeit der Streifenbesatzung der PI Krumbach ist es deshalb verdanken, dass zwischenzeitlich mehrere schadensträchtige Einbruchdiebstähle in ganz Bayern aufgeklärt werden konnten. Diese reichen zum Teil bis in das Jahr 2007 zurück.
Die bei dem 41-Jährigen abgenommene Speichelprobe führte bei einem vom Bayerischen Landeskriminalamt in München (BLKA) vorgenommenen Suchlauf in der bundesweiten Datei zu mehreren Treffermeldungen. An mehreren Tatorten allein in Bayern hatte der Mann in der Vergangenheit seine Spuren hinterlassen, diese Taten konnten jetzt durch die abgenommene DNA-Probe geklärt werden.
Der Mann hatte es vornehmlich auf Werkzeuge und Baumaschinen abgesehen, die Spur der zurückliegenden Einbrüche führt durch ganz Bayern. Der hierdurch angerichtete Gesamtschaden (Beute- und Sachschaden) liegt im oberen fünfstelligen Bereich.
Geklärt werden konnten u.a. Einbrüche in den Landkreisen Dachau (Oberbayern), Neumarkt (Oberpfalz), Roth und Ansbach (Mittelfranken) sowie im Landkreis Augsburg.
Mit einer gründlich und akribisch durchgeführten Spurensicherung durch die Beamten der Schutz- und Kriminalpolizei an den einzelnen Tatorten war der Grundstein für diesen Ermittlungserfolg gelegt.
Manfred Koller, Leiter der Polizeiinspektion Krumbach, zeigte sich sehr erfreut: „Diese Ermittlungserfolge führen zu einer Steigerung der Sicherheit für die Bevölkerung und sind Ausdruck der hohen Motivation unserer Kolleginnen und Kollegen."
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