Kinderschutz im Internet: "Mit doppelter Schlagkraft gegen Internetkriminalität!"


Bayerns Justiz- und Verbraucherministerin Dr. Beate Merk fährt beim Schutz von Kindern zweigleisig: "Kinder und Jugendliche verbringen heute häufig mehr Zeit am Computer als in der Schule. Und dabei ist jeder zweite Jugendliche auch noch unbeaufsichtigt! Ein guter Grund, Kinder und Jugendliche für den Umgang mit den neuen Medien fit zu machen. Allein reicht das aber sicher nicht aus, um Kinder und Jugendliche vor Kriminellen im Netz zu schützen. Deshalb brauchen wir eben auch ganz klare Schutzmaßnahmen und eine effektive Strafverfolgung!"

Ein wichtiger Baustein für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Netz ist die konsequente Verfolgung der Straftäter. Merk: "Kriminelle nutzen das Internet, um an Kinder heranzukommen. Das können wir nur verhindern, wenn wir Straftaten möglichst früh erkennen und unnachgiebig verfolgen. Dazu brauchen wir ein flächendeckendes Netz von Experten und eine länderübergreifende Zusammenarbeit der Strafverfolger. Bei den bayerischen Staatsanwaltschaften gibt es Spezialisten für Straftaten im Internet und eine Zuständigkeitsvereinbarung zwischen den Generalstaatsanwälten der Bundesländer erleichtert die Durchführung von Sammelverfahren. Mit umfassenden Fortbildungsmaßnahmen für Staatsanwälte und Richter und einer bundesweiten Informationsplattform für Staatsanwälte werden wir den Herausforderungen der zunehmenden Internetkriminalität schlagkräftig begegnen."

Besonders wichtig ist der Ministerin aber auch, die Internetkompetenz der jungen Menschen zu stärken. Merk: "Die Kinder müssen frühzeitig darüber informiert werden, wer was über sie wissen sollte. Sie müssen über Gefahren, die in der virtuellen Welt lauern, aufgeklärt werden. Das muss so selbstverständlich wie das Lesen in der Schule vermittelt werden." Um die Aufklärung im Schulunterricht zu stärken, setzt man deshalb in den neuen Richtlinien zur Verbraucherbildung gezielt darauf, Schülern den richtigen Umgang mit Daten zu vermitteln. Außerdem unterstützt die Ministerin das Pilotprojekt der Diakonie Passau: Hier werden Schülerinnen und Schüler zu "Cyber-Cops" ausgebildet. Das Projekt www.webhelm.de wendet sich nicht nur an Jugendliche. Es will auch Lehrern und Eltern datenschutz- und urheberrechtliche Kenntnisse vermitteln.
Internetkompetenz soll nach dem Willen der Ministerin künftig auch in der klassischen Erwachsenenbildung auf der Tagesordnung stehen. Deshalb startet ihr Ministerium im Rahmen der Zukunftsinitiative AUFBRUCH BAYERN gemeinsam mit dem bayerischen Volkshochschulverband ein Projekt, um Kursleiterinnen für mehr Angebote zum Umgang mit dem Internet auszubilden.