
Forchheim: Betrunkener Rentner verursacht Verkehrschaos / Zwei Verletzte
Einen Streifzug der Verwüstung richtete Samstagnacht ein 76-jähriger Autofahrer aus dem Raum Ebermannstadt in Forchheim an. Der Mann verursachte zwei Verkehrsunfälle, bei denen zwei Personen verletzt wurde. Der Rentner hatte bei seiner Fahrt über zwei Promille Alkohol intus.
Mit seinem Golf wollte der betagte Mann von Forchheim nach Hause fahren. In der Reuther Straße stieß er mit seinem Auto gegen das hintere linke Heck eines ordnungsgemäß geparkten Seat. Dieser wurde durch den Aufprall nach vorne gegen eine geparkte Sattelzugmaschine geschoben. Der Rentner hielt zwar kurz an, fuhr dann aber unvermittelt, ohne eine Schadensregulierung vorzunehmen, weiter. Nach dem Ortsende Reuth, vor dem Schweizer Keller, kam ihm ein 44-jähriger Fiat-Fahrer entgegen. Dieser musste nach rechts ausweichen, da der Rentner in ausgeprägten Schlangenlinien fuhr. Dennoch streifte der 76-Jährige den Fiat. Dessen Fahrer verlor daraufhin die Kontrolle über sein Fahrzeug und geriet nach links von der Fahrbahn ab. Der Fiat kam im angrenzenden Feld zum Stehen. Der 44-Jährige wurde mit leichten Verletzungen in das Krankenhaus Forchheim verbracht.
Der rüstige Rentner zeigte sich allerdings auch hiervon unbeeindruckt und steuerte seinen Wagen weiter in Richtung Heimat. Kurz nach dem Schweizer Keller kam ihm ein weiteres Auto entgegen. Der 76-Jährige steuerte nach links auf die Gegenfahrbahn und prallte mit dem Citroen einer 28-jährigen Nürnbergerin zusammen. Der Citroen wurde dabei in den Grünstreifen zurückgeschleudert. Ein nachfolgender 55-jähriger Autofahrer konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten und stieß mit den mittlerweile stehenden Unfallverursacher zusammen. Die Nürnbergerin wurde leicht verletzt.
Bei der Unfallaufnahme wehte den Beamten eine deutliche Alkoholfahne entgegen. Ein Alkoholtest bei dem Unfallverursacher ergab einen Wert von über 2,2 Promille. Eine Blutentnahme und die Sicherstellung des Führerscheins wurden schließlich bei dem 76-Jährigen angeordnet. Der Rentner wird auf seine Fahrerlaubnis wohl längere Zeit verzichten müssen, da er wegen Straßenverkehrsgefährdung und Unfallflucht in mehreren Fällen zur Anzeige gebracht wird. Nach ersten polizeilichen Schätzungen beträgt der Gesamtschaden über 25.000 Euro.
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