Letzte Probealarmierung aus Mindelheim

Am Samstag hieß es zum letzten Mal: „Hier Florian Mindelheim Funkstille für Probealarmierung!“. Ab dem 08.11.2011 übernimmt die neue integrierte Leitstelle Donau-Iller (ILS Donau-Iller) auch die Probealarmierungen der Feuerwehr. Zeitgleich lösen sich die bisherigen Nachalarmierungsstellen auf. Ein Rückblick. 

Pünktlich um 12.15 Uhr meldeten sich wie jeden Samstag, die Funkmeldeempfänger der ca. 100 aktiven Feuerwehrdienstleistenden in Mindelheim zum Probealarm. Alarmiert wurden Sie dabei durch die Kameraden in der sogenannten „Nast“, der nachalarmierenden Stelle, welche im Gerätehaus der Feuerwehr untergebracht ist. Diesen Samstag sprach zum letzte Mal ein Kamerad aus Mindelheim die Abschlussdurchsage: „Hier Florian Mindelheim Ende der Probealarmierung“ in das Funkgerät. Denn ab dem 08.11.2011 geht auch die Probealarmierung der Feuerwehren auf die neue integrierte Leitstelle in Krumbach über.

Anzeige

Die nachalarmierenden Stellen wurden bereits 1996 zur Entlastung der Polizeiinspektionen eingerichtet, um diese nach der ersten Alarmierung zu entlasten. Der komplette Einsatzsprechfunkverkehr und auch die Nachalarmierung weiterer Feuerwehrkräfte erfolgte dann über diese nicht ständig besetzten nachalarmierenden Stellen (NaSt) .

Hierzu mussten jedoch erst einmal ehrenamtliche Kräfte gefunden werden, die bereit waren, in einem abwechselnden Wochendienst rund um die Uhr erreichbar zu sein und sich das not-wendige Fachwissen anzueignen, um den bevorstehenden Anforderungen gerecht zu werden.

Und diese Anforderungen waren hoch gesteckt: Es mussten Feuerwehrleute sein, die die Sprechfunk- und EDV-Technik beherrschten und eine entsprechende Einsatzerfahrung nachweisen konnten. Hier gab es jedoch keine Schwierigkeiten, sodass seitdem bei allen vier NaSt (FF Babenhausen, FF Bad Wörishofen, FF Memmingen und FF Mindelheim) insgesamt über 50 Feuerwehrleute (darunter eine Frau!) dafür sorgten, dass bei allen Einsätzen im Landkreis Unterallgäu und der Stadt Memmingen die Feuerwehrzentralen besetzt wurden. Und dies rund um die Uhr an allen 365 Tagen eines jeden Jahres.

Die nachalarmierenden Stellen bleiben jedoch auch nach dem ILS Start am kommenden Dienstag noch als „Rückfallebene“ erhalten. Sollte es zu Störungen oder Problemen im Leitstellenbetrieb kommen, besteht dadurch die Möglichkeit das „alte“ System zu reaktivieren. Am 31.12.2011 ist dann jedoch endgültig Schluss – Alarmierungen sind ab dann nur und ausschließlich über die ILS möglich.

Was sich noch alles ändert und wen Sie zukünftig erreichen wenn Sie die 112 wählen, erfahren Sie im ILS Spezial am Dienstag.

Wir danken Hans-Peter Schneider, Kreisbrandmeister für EDV, Funk und ILS im Landkreis Unterallgäu, für seinen Informationen und Text zur Geschichte der nachalarmierenden Stellen.

Weitere Informationen:

Die wichtigsten Meldungen der Region auch auf facebook http://www.facebook.com/locallyNEWS. Einfach "gefällt mir" anklicken!

Zum Bild: Peter Drexel (hinten) und Alexander Deininger (vorne) führten den letzten Probealarm durch. 
Foto: Rizer

Schreiben Sie einen Kommentar

  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Erlaubte HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd> <i> <b> <p> <br>
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Jede E-Mail-Adresse wird in eine menschenlesbare Art und Weise dargestellt oder (wenn JavaScript aktiv ist) in einen spamsicheren klickbaren Link umgewandelt.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

CAPTCHA
Diese Frage dient dazu festzustellen, ob Sie ein Mensch sind und um automatisierte SPAM-Beiträge zu verhindern.
Sicherheitsabfrage, um automatischen Spam zu stoppen.
Aktuelle Kommentare