
Autodiebstähle in Schwaben - Flucht endet in tödlichem Verkehrsunfall
Zwei Autodiebe sind heute in Bayern von der Polizei geflüchtet. Trotz Nebel rasten beide in verantwortungslosem Tempo über die Straßen. Einer kam von der Fahrbahn ab und wurde bei dem Verkehrsunfall tödlich verletzt. Das Fahrzeug der Polizei war nicht in den Unfall verwickelt.
Zwei Fahrzeuge der Marke Opel Zafira sollten am Dienstag, 15.11.2011, gegen 00.40 Uhr auf der Autobahn A 93 Holledau – Regensburg zwischen den Anschlussstellen Bad Abbach und dem Autobahnkreuz Regensburg kontrolliert werden.
Auf die Spur der beiden Fahrzeuge, die jeweils mit einer Person besetzt waren, war man bereits auf der BAB A 9 im Bereich der Rastanlage Fürholzen gekommen nachdem an ihnen offensichtlich entwendete Kennzeichen mit Augsburger Zulassung angebracht waren.
Zur weiteren Abklärung sollte das letztere der Fahrzeuge, die beiden mit hoher Geschwindigkeit fuhren, an der Rastanlage Pentling von einen Polizeifahrzeug angehalten werden.
Als der Fahrer dies bemerkte, flüchtete er an der Anschlussstelle Regensburg Süd auf die Bundesstraße 16 in Richtung Bad Abbach. Trotz Gegenverkehrs und dichten Nebels vollzog der Fahrer riskante Überholmanöver, woraufhin das Polizeifahrzeug die Verfolgung abbrach. Bis dato ist der Aufenthalt des Fahrzeugs und des Fahrers unbekannt.
Das zweite Fahrzeug setzte seine Fahrt auf der A 93 in Richtung Norden fort, wobei der Lenker trotz Nebels teilweise mit einer Geschwindigkeit von bis zu 190 km/h fuhr. Letztendlich verließ der Fahrer an der Anschlussstelle Schwandorf Nord die Autobahn und fuhr über die Bundesstraße 85 in Richtung Schwarzenfeld weiter. Ihm folgte das Streifenfahrzeug. Auch auf den Straßen abseits der Autobahn fuhr der Lenker mit hoher Geschwindigkeit. Das verfolgende Fahrzeug hatte aufgrund der geschilderten Witterungsgegebenheiten die Geschwindigkeit reduziert und war in ausreichendem Abstand gefolgt.
Kurz vor der Ortschaft Asbach/Gemeinde Schwarzenfeld kam der Lenker in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Böschung eines Wassergrabens, wodurch das Fahrzeug ausgehebelt wurde, sich der Länge nach überschlug und auf dem Dach zu liegen kam. Der an dem Wagen entstandene Schaden beträgt etwa 20.000 Euro.
Der nicht angegurtete Fahrer erlitt bei dem Unfall schwerste Verletzungen, er verstarb etwa eine Stunde später in einem Krankenhaus in das er eingeliefert worden war. Im gestohlenen Opel fand sich ein Ausweis, ausgestellt auf einen 27-jährigen polnischen Staatsangehörigen. Ob es sich dabei zweifelsfrei um die getötete Person handelt, bedarf der weiteren Abklärung.
Die Unfallstelle war bis 03.00 Uhr total gesperrt. Die Feuerwehren der Region übernahmen die Verkehrslenkungsmaßnahmen. Angehörige des regionalen Kriseninterventionsteams waren am Einsatzort. Sie kümmerten sich auch um die Streifenbesatzung die dem flüchtenden Fahrzeug gefolgt war.
Wie sich im Verlauf der Ermittlungen herausstellte, waren sowohl das verunfallte Auto als auch der noch flüchtige Opel Zafira in den Nachtstunden auf dem Gelände eines Autohauses in Schwabmünchen/Lk. Augsburg gestohlen worden. Die angebrachten Kennzeichen hatten die Diebe von im Umfeld geparkten Fahrzeugen abmontiert.
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