Ehingen/Ulm: Ulmer Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Gast wegen versuchten Mordes an Hotelier

Gegen einen 21 Jahre alten Mann hat die Staatsanwaltschaft Ulm Anklage zur Schwurgerichtskammer des Landgerichts Ulm wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung erhoben.

Der Angeschuldigte mietete sich am 18. September diesen Jahres in Ehingen in einem Hotel ein. Als ihn im Laufe des Abends der Hotelier auf den offenen Betrag für das Zimmer und genossene Getränke angesprochen habe, habe sich der 21-Jährige ertappt gefühlt. Der wohnsitz- und vermögenslose Gast soll beabsichtigt haben, die Zeche von etwa 100 € zu prellen. Um ein Herbeirufen der Polizei und seine Ergreifung zu verhindern, habe der junge Mann mit einem Messer in Tötungsabsicht auf den Hotelier eingestochen. Dieser zog sich eine mindestens sechs Zentimeter tiefe Stichverletzung knapp unterhalb des linken Schlüsselbeins zu, wodurch seine Schilddrüse verletzt und die Luftröhre auf bis zu drei Zentimeter aufgeschlitzt wurde. In der Folge kollabierte seine Lunge, so dass der lebensgefährlich verletzte Hotelier in einer Ulmer Klinik notoperiert werden musste. Der Gast soll nach dem Stich sein stark blutendes und offensichtlich lebensgefährlich verletztes Opfer liegen gelassen haben und geflohen sein.

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Der vorbestrafte Angeschuldigte, der sich in Untersuchungshaft befindet, macht einen Erinnerungsverlust geltend.

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