
Ulm/Neu-Ulm: Juweliergeschäft überfallen - Filmreife Verfolgungsjagd von Passanten war erfolgreich
Wie aus dem Drehbuch spielte sich heute Vormittag in der Ulmer Innenstadt der Überfall auf ein Juweliergeschäft ab. Der Räuber kam nicht weit. Mehrere Passanten verfolgten den bewaffneten Täter, einer konnte ihn stellen und der alarmierten Polizei übergeben. Die Zivilcourage war beispielhaft. Die Polizei ist auch voll des Lobes für die Bürger.
Gegen 11:15 Uhr betrat ein Mann ein Juweliergeschäft beim Münsterplatz. Maskiert mit einer schwarzen Sturmhaube und bewaffnet mit einem Revolver forderte er Schmuck. Er erbeutete auf diese Weise Stücke im Wert von mehreren Zehntausend Euro, die er in eine Tasche steckte. Damit flüchtete der Räuber zu Fuß in Richtung Kohlgasse. Doch aufmerksame Zeugen sahen, wie der Mann vor dem Geschäft die Maske abnahm.
Sie zogen die richtigen Schlüsse, verfolgten den Verdächtigen und gaben der Polizei wertvolle Hinweise für die Fahndung. Inzwischen hatte das Geschäft auch einen Alarm ausgelöst. Als der Täter auf ein Fahrrad stieg, versuchte einer der Zeugen, ihn festzuhalten. Doch dem Mann gelang es, sich zu befreien. Ein weiterer Zeuge setzte die Verfolgung fort. Er stoppte den Flüchtenden in der Rosengasse und hielt ihn fest, bis gleich darauf die Polizei eintraf.
Sie stellte bei dem 27-Jährigen den geraubten Schmuck sicher, ebenso die mutmaßliche Tatwaffe, eine Schreckschusswaffe. Bei seiner ersten Vernehmung durch die Kriminalpolizei gestand der Mann den Überfall. Die Beamten durchsuchten seine Wohnung im Landkreis Neu-Ulm und stellten mögliche Beweismittel sicher, die nun ausgewertet werden. Weitere Ermittlungen sollen zeigen, ob der Beschuldigte auch für andere Straftaten verantwortlich ist.
Wegen des Verdachts des schweren Raubes soll der Mann auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter beim Amtsgericht Ulm vorgeführt werden.
„Was die Zeugen in diesem Fall geleistet haben, ist ein herausragendes Beispiel für Zivilcourage“ so ein begeisterter Karl-Heinz Keller, der Leiter Polizeidirektion Ulm. Ganz im Sinne der Initiative „Tu was!“ hätten sie hingeschaut, geholfen und sich als Zeugen zur Verfügung gestellt. Von einer solchen Unterstützung durch Zeugen hängt in vielen Fällen ab, ob sich eine Straftat aufklären lässt, Täter zur Verantwortung gezogen werden können und Geschädigte zu ihrem guten Recht kommen".
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Große Klasse
zu solchen Mitbürgern kann man nur gratulieren :-)
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