
Bayerische Justizministerin Beate Merk: "Das Jahr sollte mit einer Entscheidung für das Leben beginnen!"
Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk hat sich heute für einen zügigen Fortgang des Gesetzgebungsverfahrens zur Organspende eingesetzt.
"Derzeit warten in Deutschland etwa 12 000 Menschen auf ein Organ - im Schnitt fünf bis sechs Jahre. Alle acht Stunden stirbt einer von ihnen", so Merk. "Deshalb ist es so wichtig, dass wir zügig die rechtlichen Grundlagen bekommen, um hier Abhilfe schaffen zu können. Im Bundestag wurde zwar eine politische Einigung erzielt. Die muss nun aber dringend in Gesetzesform gegossen werden, denn es geht um Leben und Tod - und zwar Tag für Tag!"
Aber schon jetzt kann jeder Einzelne das neue Jahr mit einer Entscheidung für das Leben beginnen. "Aus Umfragen wissen wir, dass fast drei Viertel der Menschen bereit wären, nach ihrem Tod Organe oder Gewebe zu spenden. Man muss sich nur einmal mit der Frage beschäftigen und die Zeit nehmen, das "Innere Ja" zur Organspende auch mit einem Spenderausweis nach außen zu dokumentieren. Derartige Ausweise sind zum Beispiel in Apotheken oder auch in Broschüren wie etwa der des Justiz- und Verbraucherschutzministeriums "Lebensentscheidung - Ihre Organspende rettet Leben!" erhältlich.
Merk: "Die Rettung von Menschenleben darf hierzulande nicht länger daran scheitern, dass derzeit nur ein Bruchteil derer, die an sich zu einer Organspende bereit sind, einen Organspendeausweis ausfüllt." Die Zahl der gespendeten Organe ist nämlich in anderen europäischen Ländern mit anderer Rechtslage höher als in Deutschland. Deshalb haben die Menschen dort auch eher die Möglichkeit, im Falle einer schwerwiegenden Erkrankung ein Spenderorgan zu erhalten. Merk: "Gerade deshalb brauchen wir auch dringend die Gesetzesänderung! Wir müssen die Menschen dazu bringen, sich dieser Frage zu stellen. Deutschland darf nicht länger Schlusslicht sein", so Merk.
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