
Unterallgäu: Feuerwehrfunk wird ausgebaut - Kreistag beschließt Gleichwelle
Einstimmig sprach sich der Kreisausschuss des Landkreises für den dringend notwendigen Ausbau des Funknetzes der Feuerwehren aus. Gerade für kleine Ortschaften und zahlreiche Feuerwehren im Unterallgäu bringt diese Entscheidung viele Erleichterungen. Warum zukünftig weniger Sirenen heulen werden lesen Sie nachfolgend.
Wenn bisher im Landkreis die Feuerwehr benötigt wird, heulen in der Regel die Sirenen auf den Dächern der Gerätehäuser. Nur die wenigsten Wehren konnten bisher "still" also per Funkmeldeempfänger alarmiert werden. Aktuell läuft die Alarmierung, wie Bernd Appel vom Ingenieurbüro Appel dem Kreisausschuss erläuterte, über ein Funkrelais in Weiler (bei Ronsberg). In vielen Teilen des Landkreises sei die Funkverbindung jedoch inzwischen so schlecht, dass einzelne Funksprüche gar nicht oder nur schwer verständlich bei den Feuerwehren ankommen. Diese Probleme werden dank des Kreistages jedoch bald der Vergangenheit angehören.
Noch in diesem Jahr Ausbau der Funkstationen
Um die Zeit bis zur Einführung des Digitalfunks zu überbrücken, sollen nun mehrere neue Relaisstationen aufgebaut werden: Zum Standort Weiler kommen Stationen bei Eisenburg, bei Weinried, auf dem Kohlbergtunnel, bei Tussenhausen, in Mindelheim und bei Strobels (Altusried). Großteils werden bestehende Funkmasten genutzt.
Keine Sirenenalarmierung mehr - wenn gewünscht
Durch den Gleichwellenfunk könnten dann auch andere Feuerwehren die "stille" Alarmierung über Funkmeldeempfänger einführen und somit die Belastung der Anwohner durch die Sirenenalarmierung reduzieren. Für die Feuerwehrdienstleistenden müssten dann kleine Funkmeldeempfänger (Piepser) beschafft werden. Auch könnten neuen Alarmierungswege eingeführt werden (Katze auf Baum nur Funkmelder - Bauernhofbrand Alarm per Sirene). Es kommen also viele neue Möglichkeiten auf die Wehren zu. Vor allem wird sich jedoch die Funkqualität deutlich verbessern. Im gesamten Landkreis ist dann eine klare und ungestörte Kommunikation möglich.
Keine erhöhten Strahlenbelastungen
Eine höhere Strahlenbelastung für die Anwohner wird es jedoch nicht geben, da der Funkverkehr über die Frequenzen des Rundfunks (TV / Radio) abgewickelt werden, darauf wies Kreisbrandrat Franz Gaum bereits auf der Herbstdienstversammlung der Feuerwehrkommandanten in Babenhausen hin.
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Recherche
Hallo Thomas,
danke für Deinen ausführlichen Kommentar. Selbstverständlich befindet sich der BOS-Funkverkehr im nicht öffentlichen Frequenzbereich. Jedoch sind diese Frequenzen dicht am Radioband (nur wenige MHz Unterschied) - daher wohl die Äußerung des KBR zu der Thematik. Natürlich wird der BOS-Funkverkehr auch in Zukunft nicht in Radios zu hören sein.
Das Thema Strahlenbelastung ist auf jeden Fall ein wichtiges Thema. Hier wurde auch richtigerweise auf den Frequenzbereich des Rundfunks hingewiesen. Vor allem im Hintergrund der Mobilfunkdiskussion war dies ein wichtiger Hinweis an die Anwohner. Im analogen BOS-Funk auf 4m und auch 2m wird ungepulst gesendet. Wie ein Radiosender eben.
Zum Thema Recherche:
Wir sind angehalten bei Zitaten auch das zu nennen was eben gesagt wurde. Und diese Aussage entsprach diesem. Der Zusammenhang ging vielleicht etwas verloren ist jetzt jedoch wieder hergestellt. Wir werden darauf jedoch achten.
Funkverkehr über Frequenzen TV/Radio?
Wer hat denn da recherchiert? In Deutschland benutzt die Feuerwehr im Analogfunk ausschliesslich die Frequenzen des BOS-Funks im 4-Meter und 2-Meter-Bereich, Erstere zur Großräumigen Koordinierung von Einsätzen und zur Alarmierung mittels den fest installierten Funggeräten auf den Wachen und in den Fahrzeugen, und Zweitere zur lokalen Koordinierung am Einsatzort mit Handfunkgeräten.
Auf Frequenzen für den öffentlichen Rundfunk- und TV hat BOS wirklich nichts zu suchen!
Und was das mit der "Strahenbelastung für die Anwohner" zu tun haben soll, erschliesst sich einem auch nicht wirklich...
Meinen Sie vielleicht, dass die neuen Relais zusätzlich an die Masten der Rundfunksender gebaut werden. Das wäre plausibel, aber dann werde ich die Feuerwehr trotzdem nicht im Radio hören...
Thomas B.
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