
Weniger Wintersportunfälle - mehr tödliche Unglücke / Jahresrückblick der alpinen Einsatzgruppe des Polizeipräsidium Schwaben Süd/West
Ob eine Kollision zwischen einem Rodel und einem Quad, ein Unfall in einem Hochseilgarten, ein volltrunkener Gast auf einer Berghütte oder im schlimmsten Fall ein tödlicher Absturz oder ein Lawinenunglück: Immer wieder müssen bei Vorfällen im alpinen oder schwer zugänglichen Gelände die Spezialisten der Alpinen Einsatzgruppe anrücken um die polizeilichen Aufgaben mit ihren spezifischen Kenntnissen zu übernehmen.
Die Alpine Einsatzgruppe Allgäu (AEG) beim PP Schwaben Süd/West ist eine von zwei Aufrufeinheiten in Bayern. Die 15 Kollegen und 1 Kollegin aus dem Allgäu sind ausgebildete Polizeibergführer oder Beamte mit speziellen Alpinkenntnissen und verrichten normalen Polizeidienst auf den bergnahen Dienststellen zwischen Füssen, Oberstdorf und Oberstaufen. In der Gruppe sind auch zwei Alpinhundeführer. Zu Einsätzen, bei denen Ihre spezielle alpine Ausbildung oder Ausrüstung erforderlich ist, werden Sie durch die Einsatzzentrale alarmiert und übernehmen die Sachbearbeitung.
Während 2010 von diesen Spezialisten nur 10 tödliche Unfälle bearbeitet werden mussten, waren es im vergangenen Jahr 22 und damit deutlich mehr als das langjährige Mittel von 15 Todesfällen. Insbesondere die tödlichen Bergabstürze sind dabei von 2 auf 12 Fälle massiv angestiegen. Die große Differenz bei diesen tödlichen Bergunfällen im zurückliegenden Jahr lassen sich teilweise mit dem sehr schönen und stabilen Bergwetter im gesamten Frühjahr und Herbst erklären. Auch sind die Schönwetterperioden oft mit den Haupturlaubszeiten zusammen gefallen, was bedeutet, dass heuer ungewöhnlich viele Bergwanderer und Alpinisten in den Allgäuer Bergen unterwegs waren.
Auffällig ist, dass die Gesamtzahl der Einsätze im Gegensatz zu den tödlichen Unglücken mit 92 Fällen in 2011 zu 99 Fällen in 2010 leicht rückläufig war. Während sich die Zahl der Vermisstensuchen von 5 auf 14 fast verdreifacht hat, hat sich insbesondere die Zahl der Wintersportunfälle mit einem Rückgang von 43 auf 24 Fälle erfreulicherweise reduziert.
Bei den Wintersportunfällen mussten vorwiegend Kollisionen zwischen Pistennutzern geklärt werden.
Polizeipräsident Hans-Jürgen Memel: „Eine Kollision auf der Skipiste mit Verletzten bedarf ebenso wie ein Verkehrsunfall der polizeilichen Sachbearbeitung. Dies ist nur Dank der speziell geschulten Beamten möglich.“
Bei Rodelunfällen auf ausgewiesenen Bahnen stellt sich immer wieder die Frage nach der Verkehrssicherungspflicht des Rodelbahnbetreibers. Zudem gestaltet sich oft die Unfallaufnahme schwierig, da bis zum Eintreffen eines zuständigen Sachbearbeiters Zeugen und Beteiligte nicht mehr vor Ort sind oder die Spuren beseitigt sind. Gerade bei diesen Fällen, aber auch bei Unglücksfällen im Zusammenhang mit neuen Trends im Sport wie Fun Parks in Skigebieten, Hochseilgärten oder beim Canyoning ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Alpinstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Kempten notwendig, da oftmals Neuland bei der polizeilichen Sachbearbeitung und der rechtlichen Würdigung betreten werden muss.
Bei den Vermisstensuchen, die wie die Bergung der Bergtoten häufig in enger Zusammenarbeit zwischen Bergwacht und Polizei stattfinden, konnten 7 Vermisste verletzt aber lebend von den Suchmannschaften gefunden werden. Die Erfolge bei den Vermisstensuchen sind die schönen Momente bei der Tätigkeit der Alpinbeamten, denn meist sind ihre Einsätze bei widrigen Witterungsverhältnissen, im gefährlichen unwegsamen Gelände oder finden außerhalb der regulären Arbeitszeiten statt.
Polizeipräsident Hans-Jürgen Memel: „Die Zusammenarbeit zwischen den Alpinbeamten und der Bergwacht ist ein herausragendes Beispiel für ein Miteinander von Hauptberuflichen und Ehrenamt, zum Wohl des Bürgers.“
Auch im neuen Jahr hat sich die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Bergwacht bereits bewährt. Am 06.01.musste am Blender bei Buchenberg ein verunglückter Kite-Boarder, der sich schwer verletzt hatte, von der Bergwacht geborgen werden. Die Sachbearbeitung lag bei der Alpinen Einsatzgruppe.
-
von Gast zum Beitrag: „Begleiteter Umgang - Kinder brauchen beide Eltern“- das Thema beim Alleinerziehenden-Treff
wenn ein solch heikles Thema in geschlossener Gesellschaft behandelt wird. Den derweil draußen verwe ... » mehr -
von Gast zum Beitrag: BAB A 8 - Höhe Anschluss Günzburg: LKW brennt / Autobahn gesperrt
Hab aber auch einen dumpfen schnall gehört und der himmel war rot dachte schon es sei wieder wanzl » mehr -
von Gast zum Beitrag: Zucker für die Kleinsten: Wie Hipp mit seinen Instant-Tees Eltern verschaukelt - E-Mail-Aktion von foodwatch: Hersteller soll Produkte aus dem Sortiment nehmen
“Our kids are already sweet enough, they don’t need more sugar”, schrieb Prof. Walter Willett, Vorsi ... » mehr -
von Gast zum Beitrag: Ursberg: Zeugin verhindert Diebstahl von Wertstoffhof
Der Erlös deckt gerade mal die Kosten des Betriebspersonals + Wartung + Überwachung + Logistik. Weni ... » mehr

Schreiben Sie einen Kommentar