
Altusried: Todesfahrt endet am Baum
Tragisch endete die Fahrt eines 49-jährigen aus Baden-Würtemberg. Der Mann fuhr mit seinem Fahrzeug vor den Augen einer Streifenbesatzung in den Freitod. Obwohl die Beamten den Mann vor dem Feuertod bewahrten und sofort mit der Reanimation begannen verstarb der Mann am Vormittag im Krankenhaus.
Einer Streife der Autobahnpolizeistation Memmingen war kurz nach 08 Uhr auf der A7, zwischen den Anschlussstellen Bad Grönenbach und Dietmannsried, ein Pkw aufgefallen der möglicherweise zur Fahndung ausgeschrieben war. Nachdem das Fahrzeug die A7 bei der Anschlussstelle Dietmannsried verlassen hatte, folgte das Einsatzfahrzeug. Dies wurde von dem Fahrzeugführer bemerkt und er erhöhte leicht die Geschwindigkeit. Auf das jetzt gezeigte Anhaltesignal reagierte er nicht.
Eine Überprüfung des Fahrzeuges hatte zwischenzeitlich ergeben, dass der Fahrer des Pkw wegen bestehender Suizidgefahr gesucht wurde. Der Mann setzte seine Fahrt in Richtung Altusried auf der nassen ST 2009 mit leicht überhöhter Geschwindigkeit fort, wobei keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet wurden. Nachdem er einen Kreisverkehrs durchfahren hatte, beschleunigte er stark und prallte vor den Augen der Beamten, die zu diesem Zeitpunkt in einem Abstand von ca. 100 Meter mit Blaulicht aber ohne Martinshorn folgten, gegen eine Baumgruppe, die sich auf der linken Fahrbahnseite befand. Durch den Aufprall wurde das Fahrzeug stark deformiert und der Fahrer in seinem Pkw eingeklemmt.
Den Beamten gelang es den 49-jährigen Mann aus Baden-Württemberg aus dem Wrack zu bergen, bevor dieses in Flammen aufging. Trotz der umgehend durch die Beamten durchgeführten Reanimationsmaßnahmen, die im weiteren Verlauf durch den Rettungsdienst fortgesetzt wurden, verstarb der Mann am späteren Vormittag im Krankenhaus. Nachdem erste Löschversuche mit einem Feuerlöscher gescheitert waren, musste das Fahrzeug, in dem später ein Abschiedsbrief gefunden wurde, durch die Feuerwehr gelöscht werden. Zur abschließenden Klärung des Hergangs wurde ein Unfallgutachter hinzugezogen. Die Staatstraße 2009 musste aufgrund des Vorfalls mehrere Stunden gesperrt bleiben.
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