Hoher Besuch bei der Feuerwehr Mindelheim - Innenminister Joachim Herrmann auf »Inspektion«
Wenn es im Hof der Mindelheimer Feuerwehr anstatt von roten Fahrzeugen von schwarzen Limousinen und Sicherheitskräften wimmelt, scheint etwas anders zu sein als sonst. Im Vorfeld einer Wahlkampfveranstaltung im Mindelheimer Forum, besichtigte der bayrische Innenminister Joachim Herrmann gemeinsam mit Staatssekretär Franz Josef Pschierer, der Landratskandidatin Marita Kaiser und dem Mindelheimer Bürgermeister Dr. Stephan Winter das Gerätehaus der Feuerwehr.
Begrüßt wurde Hermann durch den ersten Kommandanten der Wehr, Wolfgang Heimpel. Gemeinsam mit den Führungskräften der Feuerwehr, den Kreisbrandinspektoren und Kreisbrandmeistern, wurde die Feuerwache und vor allem die neue Atemschutzausbildungsstrecke besichtigt.
Im Anschluss hatten die Wehrmänner Gelegenheit Fragen zu aktuellen Themen zu stellen. Kommandant Heimpel lag vor allem die Sicherheit seiner Kameraden am Herzen, insbesondere wenn die Männer bei der Ausübung ihres Ehrenamtes verletzt werden. Heimpel wies in diesem Zusammenhang auf die großen Schwierigkeiten in der Schadensregulierung durch die Gemeindeunfallversicherungen hin. Hierbei war ihm vor allem die Beweispflicht des Geschädigten ein Dorn im Auge. Er bat Innenminister Herrmann um entsprechende Unterstützung bei der schnellen und unkomplizierten Regulierung solcher Schäden. Da bereits ein ähnlicher Fall im fränkischen für Diskussionsbedarf sorgte, nahm Herrmann diese Hinweise auf Mindelheim genau auf und versicherte das Thema beim nächsten Gemeindetag anzusprechen. Ein weitere interessante Frage richtete der 1. Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Mindelheim, Christian Mutzel, an den Innenminister. Vor allem im Hintergrund der schwierigen Mitgliedergewinnung regte Mutzel an, das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrangehörigen durch eine »Feuerwehrrente« zu honorieren und dadurch auch für junge Menschen wieder interessanter zu machen. Obwohl Herrmann diesen Vorschlag gut fand verwies er jedoch auf die finanzielle Herausforderung einer solchen Feuerwehrrente für den Freistaat. Er versicherte jedoch auch hier entsprechende Vorschläge zu prüfen und gemeinsame Lösungen mit den Finanzministerium zu erarbeiten.
Abschließend lies es sich Herrmann nicht nehmen Dankesworte an die Wehrmänner und Frauen in ganz Bayern zu richten. Er lobte ausdrücklich das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehren und unterstrich die Wichtigkeit dieser Einrichtung in der gesellschaftlichen Struktur.


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