»Flugzeugabsturz in Memmingen« - Große KatastrophenschutzÜBUNG fordert Einsatzkräfte
In einer große Katastrophenschutzübung mussten mehrere hundert Rettungskräfte Ihr können an verschiedenen Einsatzherausforderungen unter Beweis stellen.
Das Ü B U N G S - Szenario:
Samstag gegen 08.45 Uhr startet eine Passagiermaschine routinemäßig vom Allgäu Airport in Richtung Sonne und Urlaub. Für die Passagiere wird es wohl ein angenehmer Flug, die Maschine ist mit gerade einmal 40 Fluggästen und Crew lediglich zu 1/3 ausgelastet. Der Start verläuft planmäßig, die Regenwolken nähern sich, doch plötzlich gibt es einen heftigen Schlag. Die Turbinen des Passagierjets heulen auf. Es erfolgt die Durchsage, dass eine Umkehr nach Memmingen aufgrund eines technischen Defektes notwendig ist. Die Anspannung an Bord steigt ins unermessliche.
Was die Menschen im Flugzeug nicht wissen, ist, dass sie gerade mit einer kleineren, 12-sitzigen Propellermaschine mit weiteren 10 Menschen an Bord, welche auf einem Rundflug war, kollidiert sind. Die kleinere Maschine vom Typ Antonov AN12 stürzt unbemerkt von Tower und anderer Flugzeugbesatzung nahe dem Memminger Ortsteil Eisenburg in in Waldstück.
Zurück am Allgäu Airport setzt die beschädigte 737-800 zu Notlandung auf. Bedingt durch die massiven Beschädigungen kommt das Flugzeug von der Landbahn 24 ab und rast brennend in ein neben dem Flughafen befindliches Lokal, wo zeitgleich eine Feier mit ca. 50 Gästen stattfindet. Es erfolgt eine große Explosion, Trümmerteile regnen auf das Szenario nieder.
Gegen 09.05 heulen die Sirenen rund um den Allgäu Airport. Mit lautem Motorengeräuschen rasen die großen Flugfeldlöschfahrzeuge der Airportfeuerwehr an die Unglücksstelle und beginnen sofort mit der Menschenrettung und Brandbekämpfung. Zeitgleich rücken zahlreiche Einsatzkräfte aus der Umgebung am Flughafen an und unterstützen die Arbeiten an der Einsatzstelle. Kräfte des THW, der Johanniter, Malteser, des Roten Kreuzes, Polizei und natürlich Feuerwehr arbeiten Hand in Hand um die Lage schnell unter Kontrolle zu bekommen. Ein Behandlungssammelplatz wird eingerichtet, die Einsatzleitung baut einen Kommandoposten auf. Alle arbeiten hochkonzentriert.
Gegen 10.00 Uhr meldet ein Autofahrer per Notruf, dass er eine umherirrende Person nahe eines Waldstückes in Eisenburg aufgefunden hat. Kurz darauf entdecken Passanten das brennende Wrack der Antonov. Während am Flughafen weiterhin die Rettungsmaßnahmen laufen, alarmiert die Integrierte Leitstelle Donau-Iller weitere Feuerwehren und Rettungsdienstkräfte, darunter auch die Rettungshundestaffel, an die neue Einsatzstelle nach Eisenburg. Teile der Feuerwehrkräfte aus Memmingen werden vom Flughafen abgezogen um die Rettungsmaßnahmen in Eisenburg zu unterstützen. Am Airport sowie in Eisenburg beginnt parallel die Suche nach umherirrenden Passagieren. Dabei kommen nicht nur Menschen zum Einsatz sondern auch genannte Rettungshunde.
Kurz nach halb elf wird für den Landkreis Unterallgäu sowie die Stadt Memmingen Katastrophenalarm ausgelöst. Die Einsatzleitung geht nun an die Führungsgruppe Katastrophenschutz des Landratsamtes bzw. der Stadt Memmingen.
„Alle sechs Jahre müssen Katastrophenschutzübungen stattfinden“, erläutert Frau Klotz vom Landratsamt den Hintergrund der Übung. Da auch der Flughafen regelmäßig seine Einsatzbereitschaft unter Beweis stellen muss (alle zwei Jahre), wurde das Unglücksszenario Flugzeugabsturz gewählt.
Trotz strömenden Regens und widriger Umstände gelang es den Katastrophenschutzkräften diese wirklich umfangreiche Übung erfolgreich abzuschließen. Auch wenn wir nicht hoffen, dass es jemals zu solch einer umfangreichen Katastrophe kommen wird, wissen wir jedoch jetzt noch sicherer, dass wir uns dann auf ein gut eingespieltes Team aller Hilfsorganisationen verlassen können.
Das Team von locally bedankt sich hiermit herzlich für die Einladung zu dieser Übung und auch für den tollen Presseservice durch das Landratsamt Unterallgäu.
Hinweis!
Unsere Bilder können von den beteiligten Hilfsorganisationen kostenlos angefordert werden. Bitte kontaktieren Sie uns.
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Danke für den Hinweis...
Habe das gleich entsprechend angepasst. Auch die von Ihnen genannten Organisationen haben vor Ort eine hervorragende Arbeit geleistet, vor allem bei diesem mistigen Wetter.
Katastrophenschutzübung
DLRG war an der Hauptschadensstelle am BHP mit Einsatzkräften, Mimem und mit Schiedsrichtern auch vertreten (fehlt leider bei den Stichworten). Genauso wie die Realistische Unfall Darstellung aus Augsburg.