aktion hoffnung warnt vor illegal aufgestellten Kleiderbehältern


Die bekannte gemeinnützige Hilfsorganisation „aktion hoffnung“ warnte gestern bei einem Pressegespräch in Augsburg vor illegal aufgestellten Kleiderbehältern. „In vielen Kommunen stehen auf privaten und öffentlichen Grundstücken knapp 50 Prozent der Sammelbehälter für Kleidung ohne Genehmigung der Grundstückseigentümer und ohne wirklich einem guten Zweck dienlich zu sein“, betont der Geschäftsführer Gregor Uhl von der aktion hoffnung. Dies hätten eigene stichprobenartigen Untersuchungen und Analysen ergeben, die in den Städten und Landkreisen Günzburg, Neu-Ulm, Dillingen, Augsburg-Land, Donauwörth,  Aichach, Friedberg sowie in  Gemeinden der Region um und in der Stadt Augsburg durchgeführt wurden.

Die meist gewerblichen Sammler setzten auf die Unkenntnis der Bürger und positionierten ihre Behälter an Grundstücksgrenzen oder Parkplätzen und warten einfach ab. Prälat Dr. Bertram Meier, Aufsichtsratsvorsitzender der aktion hoffnung der Diözese Augsburg, kritisierte besonders auch die Praxis der gewerblichen Sammler, die mit Lizenzverträgen  Logos gemeinnütziger Organisationen für Werbezwecke verwenden. Nur ein verschwindend geringer Bruchteil der Erlöse komme dabei  gemeinnützigen Zwecken zu Gute.

Im Gegensatz dazu, so der Umweltreferent der Stadt Augsburg Rainer Schaal, passe die ethische Philosophie der aktion hoffnung hervorragend zur Stadtpolitik Augsburgs und wahrscheinlicher vieler anderer Kommunen: „ Die bundesweit gültigen und anerkannten Sozial- und Umweltkriterien mit den dokumentierten Zertifizierungen des Dachverbandes „FairWertung“, nach denen die aktion hoffnung Kleidung sammelt und verwertet, fügen sich perfekt ein in das Handlungsprogramm der Stadt Augsburg als  Fair-Trade-Town.“  Dass die Gewinne der aktion hoffnung komplett für Bildungs- und Hilfsprojekte verwendet werden, sei gerade auch vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit sehr positiv zu bewerten. Die langjährige Zusammenarbeit der Stadt Augsburg mit der aktion hoffnung habe sich nicht nur bewährt, sondern sei gerade auch im Sinne des laufenden Prozesses von Rio geboten, so Schaal. „Hier kann die Kommune global denken und selbst lokal handeln“, betonte der Umweltreferent Rainer Schaal.

Die Partnerschaften mit der Stadt Augsburg, der Landeshauptstadt München und vielen Landkreisen und Kommunen seien ein sichtbares Zeichen für die Glaubwürdigkeit der aktion hoffnung,  fasst  Gregor Uhl zusammen. „ Wir bitten daher alle Spender kritisch zu sein, wo sie ihre gute gebrauchte Kleidung einwerfen oder abgeben“, fordert Uhl. „Denn nur wo aktion hoffnung drauf steht, ist auch hoffnung drin, die weiter gegeben wird.“

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