Augsburg: Großeinsatz der Polizei wegen angeblicher Sprengfalle
Ein 36jähriger, offensichtlich psychisch angeschlagener Mann, löste heute gegen 12 Uhr einen größeren Polizeieinsatz in der Goethestraße in Augsburg aus.
Er verließ vormittags seine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus und erzählte einem Nachbarehepaar, dass er sich ins Bezirkskrankenhaus einweisen lasse. Er habe aber an seiner Wohnungstüre eine Vorrichtung angebracht, die bei Berührung explodieren würde. Die Polizei stellte an der Wohnung zwei Schlösser fest, an einem standen zwei Metallstäbe heraus. Vorsorglich wurde ein Sprengstoffsuchhund und ein Sprengkommando angefordert.
Die Suche nach dem Mann führte um 14:02 Uhr zum Erfolg. Er stand mit seinem Hund und einem Karton, indem sich sein Papagei befand, vor dem Haupteingang des Zentralklinikums. Die Polizei führte ihn dann zur Aufnahmeuntersuchung ins Klinikum, der er sich freiwillig unterzog. Sein Vater kümmert sich um die Haustiere.
Die behauptete Sprengfalle an der Türe war nur ein Bluff. Die Durchsuchung der Wohnung ergab keinerlei gefährliche Gegenstände.
An dem Einsatz waren mehrere Polizeistreifen und die Feuerwehr beteiligt, welche den Polizeikräften mit einem Rettungskorb den Zugang zum Balkon verschaffte. Die übrigen sechs Bewohner des Mehrfamilienhauses verließen während des Einsatzes vorsichtshalber ihre Wohnung.


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