Unwetterbilanz der Polizei von Donnerstagabend im Allgäu und den Landkreisen Günzburg und Neu-Ulm


Die bereits vom Deutschen Wetterdienst angekündigte Unwetterfront überquerte den Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd-West, aus südwestlicher Richtung kommend, am gestrigen Donnerstagabend, zwischen 19.30 Uhr und 22.00 Uhr.

Die Auswirkungen blieben in den Bereichen der Landkreise Lindau, Oberallgäu, Ostallgäu und den Städten Kempten und Kaufbeuren sehr gering, was auch von der Integrierten Leitstelle Allgäu bestätigt wurde. Die Intensität nahm dann im Großraum Memmingen deutlich zu und gipfelte im Raum Neu-Ulm, während das östliche Unterallgäu und der Landkreis Günzburg nahezu komplett verschont blieben.

Bei der Einsatzzentrale gingen in diesem Zeitraum ca. 150 Notrufe ein, die zum überwiegenden Teil in Zusammenhang mit dem Unwetter standen. Die Ausmaße des Unwetters vom letzten Samstag wurden glücklicherweise bei weitem nicht erreicht.

Zusammenfassung der bekannt gewordenen Ereignisse (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
- Blitzeinschlag in der Nähe des Kohlbergtunnels/A96 löst mehrfach die automatische Tunnelsperre aus. Eine Überprüfung ergab, dass keine echte Störung vorlag. Die Technikstörung konnte vor Ort behoben werden.
- Im Großraum Memmingen wurden durch die Sturmböen ein paar Dächer teilweise abgedeckt. Mehrere Bäume stürzten auf Straßen und PKW.
- Im Raum Neu-Ulm musste die B28 wegen Überflutung kurzzeitig komplett gesperrt werden - Umleitung über die B30. Nach ca. 30 Minuten war zumindest ein Fahrstreifen in Fahrtrichtung Senden wieder befahrbar und ist mittlerweile wieder komplett frei.
- Im Stadbereich liefen Unterführungen voll. 2 PKW blieben stecken und mussten abgeschleppt werden
- Im Großraum Neu-Ulm fiel eine sehr hohe Niederschlagsmenge innerhalb kurzer Zeit, was viele Gullys (auch in Gebäuden) zum Überlaufen brachte. Aufgrund der schweren Sturmböen wurden hier viele Dächer teilweise abgedeckt, sowie Gauben und Dachfenster zerstört, was zu Schäden durch das eintretende Wasser führte.

Die Integrierte Leitstelle Donau-Iller, meldete ca. 250 Feuerwehreinsätze in Zusammenhang mit dem Unwetter, die nach und nach abgearbeitet wurden.

Personenschäden in Zusammenhang mit dem Unwetter wurden bislang nicht bekannt.

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