Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“: 780.000 Euro für Leipheim, Ziemetshausen und Weißenhorn


Aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ erhalten aus der Region in diesem Jahr die Stadt Leipheim, der Markt Ziemetshausen und die Stadt Weißenhorn insgesamt 780.000 Euro. Dies teilen die heimischen Landtagsabgeordneten Alfred Sauter und Dr. Hans Reichhart sowie Bundestagsabgeordneter Dr. Georg Nüßlein (alle CSU) mit.

Bayernweit stehen 2017 rund 18,5 Millionen Euro Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ bereit. Damit sollen denkmalgeschützte Altstadt- und Ortskerne gesichert, saniert und modernisiert werden. Zusammen mit den Investitionen der Kommunen ergibt sich ein Gesamtinvestitionsvolumen von 29,9 Millionen Euro. Von den 88 Programmkommunen liegen 75 im ländlichen Raum, 77 Prozent der Fördermittel fließen in diesen Bereich. „Das Bund-Länder-Förderprogramm ‚Städtebaulicher Denkmalschutz‘ liefert einen bedeutenden Beitrag zur Stärkung der Innenstädte. Durch Sanierung und Anpassung an eine zeitgemäße Folgenutzung bleiben die baukulturell in den Kommunen besonders herausragenden Gebäude in den historischen Stadtzentren für alle Bürger zugänglich. Die Anpassung des öffentlichen Raums an die Erfordernisse des demografischen Wandels unter Berücksichtigung und Wahrung des historischen Baubestandes bleibt auch künftig ein besonderer Schwerpunkt im Bereich der Städtebauförderung. Dieser Herausforderung wollen wir uns stellen und setzen uns weiterhin dafür ein, dass umfangreiche Mittel bereitgestellt werden", so Alfred Sauter.

Im Regierungsbezirk Schwaben werden zehn historische Stadt- und Ortskerne mit rund 1,7 Millionen Euro gefördert. Zusammen mit den eigenen Mitteln von 1,2 Millionen Euro investieren die schwäbischen Kommunen, die an dem Programm teilnehmen, insgesamt 2,9 Millionen Euro. Unter den geförderten Gemeinden sind auch die Stadt Leipheim und der Markt Ziemetshausen aus dem Landkreis Günzburg sowie die Stadt Weißenhorn aus dem Landkreis Neu-Ulm.

Dieses Jahr stellen Bund und Freistaat 120.000 Euro an Zuschüssen für Sanierungsmaßnahmen in der Leipheimer Innenstadt zur Verfügung. Damit werden weitere Maßnahmen zur Neugestaltung des Stadtmauerumfelds unterstützt. Auf Grundlage eines Planungswettbewerbes aus dem Jahr 2013 werden der ehemalige Stadtgraben unter Einbindung des Schlossparks und des alten Friedhofs zu einer attraktiven öffentlichen Freifläche  entwickelt. Im laufenden Jahr wird ein weiterer Abschnitt an der Wallgrabenstraße umgestaltet sowie die angrenzende Stadtmauer saniert. Daneben werden wieder private Sanierungsmaßnahmen über das Kommunale Programm unterstützt, die zur Aufwertung des historischen Stadtbildes beitragen. Die Stadt Leipheim möchte mit diesen Maßnahmen das bauliche Erbe sichern und die Attraktivität der Innenstadt weiter entwickeln. Seit 2014 erhält die Stadt Leipheim Zuschüsse aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm "Städtebaulicher Denkmalschutz". In diesem Programm wurden bisher 1,278 Mio. EUR an Zuschüssen zur Verfügung gestellt.

Bundestagsabgeordneter Dr. Georg Nüßlein, der in Berlin als stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Städtebaupolitik zuständig ist, betont den Erfolg der Städtebauförderung in ganz Deutschland: „Mit fast einer Milliarde Euro stellt der Bund den Ländern in diesem Jahr so viel Mittel für die städtebauliche Förderung zur Verfügung wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Gemeinsam mit den Ländern unterstützen wir damit die Städte und Gemeinden bei der Herausforderung, sich an die demografischen, ökonomischen und ökologischen Veränderungen städtebaulich anpassen zu können. Damit stärken wir auch die soziale Stadtentwicklung und das soziale Miteinander in unseren Quartieren.“

Für die städtebauliche Sanierung in Ziemetshausen stellen Bund und Freistaat 480.000 Euro zur Verfügung. In diesem Jahr starten die Baumaßnahmen zur Neugestaltung der Platzfläche an der Bürgermeister-Haide-Straße. Nach einem städtebaulichen Wettbewerb für die Aufwertung der Ortsmitte wird hier ein "Neuer Marktplatz" entstehen. Das Baudenkmal Taferne und zwei realisierte Neubauten rahmen damit künftig eine großzügige Platzfläche mit Bäumen, Brunnenanlage, Pavillon und Stellplätzen ein. Außerdem ist die Sanierung für den angrenzenden denkmalgeschützten Gasthof "Post" in Vorbereitung. Auf Grundlage eines Nutzungskonzeptes wird das Anwesen später Vereinen und Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Mit den Zuschüssen der Städtebauförderung verfolgt Ziemetshausen weiterhin engagiert das Ziel, die Ortsmitte zu stärken und das bauliche Erbe der gemeinschaftlichen Nutzung zuzuführen. Seit  2013 erhält die Gemeinde Zuschüsse aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Für die Aufwertung des Ortskerns in Ziemetshausen stellten Bund und Land in diesem Programm bisher rund 117.000 Euro an Zuschüssen zur Verfügung.

180.000 Euro fließen darüber hinaus in die Sanierung und Neugestaltung der Altstadt von Weißenhorn. Damit kann die Erstellung des städtebaulichen Entwicklungskonzepts finanziert werden, die Neugestaltung des Bürgertreffs in der ehemaligen „Rössler-Brauerei“ in Angriff genommen werden und die geplante Sanierung und Umnutzung des ehemaligen Rathauses als Erweiterung des Weißenhorner Heimatmuseums finanziell gefördert werden. Außerdem dient die Finanzspritze aus Berlin und München der Umgestaltung des ehemaligen Busbahnhofs am Rande der Altstadt, damit die Parkplatzsituation in Weißenhorn neu geordnet und optimiert werden kann.

„Über Jahrzehnte gewachsene Stadt- und Ortskerne sind Kostbarkeiten, die unsere Heimatorte einzigartig machen. Wir setzen uns daher maßgeblich dafür ein, dieses bauliche Erbe in Ehren zu halten und für künftige Generationen zu erhalten. Vor allem im ländlichen Raum wird mit dem Programm ‚Städtebaulicher Denkmalschutz‘ ein wertvoller Beitrag geleistet, um die regionalen Besonderheiten zu schützen und damit die Lebensqualität aller Menschen im Landkreis Günzburg zu steigern“, so der Landtagsabgeordnete Dr. Hans Reichhart abschließend.