Reisensburger-Musikanten-Familie auf Erfolgskurs

Kurz und bündig konnten am Samstagabend die Tagesordnungspunkte der Generalversammlung des Musikvereins Reisensburg abgehandelt werden. Die Vorstandschaft wurde von den anwesenden Mitgliedern einstimmig entlastet, nachdem nicht nur die Kassenprüfung kritiklos verlief, sondern auch das abgelaufene Jahr von den anwesenden Mitgliedern überaus positiv empfunden wurde. „Unsere Musikanten-Familie im Dorf hält zusammen!“, war die Kernaussage des Vorsitzenden Hans Höfner bei seinem Rechenschaftsbericht. Nicht nur die 210 Vereinsmitglieder halten der Kapelle die Treue, sondern auch die Reisensburger Bevölkerung steht zu „ihrer“ Kapelle. Dies ist nicht zuletzt bei den Besuchern der Auftritte und Konzerte zu sehen. Das alles ist aber nur durch hohen Probenfleiß zu schaffen, die die aktiven Musikerinnen und Musiker auf sich nehmen. Deutlich wurde das u.a. durch Karin Briegel, die zum dritten Mal in Folge den „Andreas-Fink-Wanderpokal“ für 45 Probentage entgegen nehmen durfte. Um den Nachwuchs zu fördern, wurde im Herbst vergangenen Jahres eine musikalische Früherziehung für 3- bis 7-jährige ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Anna Weinig werden in zwei Gruppen die Kinder spielerisch an Rhythmus und Noten herangeführt. Zu diesem Zweck wurde von den Musikern und Helfern ein zusätzlicher, freundlicher Probenraum im Musikheim eingerichtet. Aber auch die Ausbildung der „älteren“ Jugendlichen ist ansehnlich. „Derzeit erhalten insgesamt 12 Mädchen und Jungen Einzel- und Gruppenausbildung auf den Instrumenten Querflöte, Klarinette, Saxophon, Trompete, Posaune und Tuba“, führte die musikalische Leiterin der Kapelle, Renate Schmid, aus. Die meisten der Nachwuchsmusiker spielen auch bereits in der gemeinsamen Jugendkapelle Reisensburg-Wasserburg-Günzburg. Hervorzuheben sind auch die aktiven Musiker Edith Kempter, die im vergangenem Jahr die D1-Bläserprüfung in Bronze ablegte, sowie Anja Wiest und Andreas Baumer, die die D3-Prüfung in der Höchststufe Gold schafften. Kurz gesteift wurden auch die Höhepunkte im vergangenen musikalischem Jahr: Serenade am Dorfplatz, kirchliche Feste, Altennachmittag auf dem Volksfest, Bergmesse und Neujahranspielen. „Wenn man alle Gesamt- und Registerproben und die öffentlichen Auftritte zusammenzählt, waren die Blasmusiker durchschnittlich jeden dritten Tag für die Musik unterwegs“, lobte die Dirigentin weiter ihre Mannschaft. Hans Höfner musste aber auch leider neun Mitgliedern des Vereins gedenken, die seit der letzten Generalversammlung verstorben sind. Schatzmeister Willi Rehle führte in seinem Bericht auf, dass die Investitionen im vergangenen Jahr vor allem in Trachten, Noten und Musikinstrumente flossen. Dies würdigte auch Kassenprüfer Matthias Beck, der zusammen mit Karl Schmid die Prüfung der Kasse ohne Kritikpunkte unterschreiben konnte. Vorstand Hans Höfner freut sich bereits auf das nächste große Ereignis am 19. April in der Herrenwaldhalle. An diesem Abend veranstalten die Kapelle zusammen mit der Jugendkapelle einen Abend der Blasmusik, an dem Märsche und Polkas gespielt werden, die einfach ins Ohr gehen und den Besuchern Freude bereiten sollen. „Das alles ist aber auch nur durch das große Engagement der Musiker und der vielen Helfer im Hintergrund – vor allem des Fan-Clubs – möglich.“ Abschließend ergriff Stadtrat Hans Briegel das Wort und dankte den Musikerinnen und Musikern im Namen der Anwesenden und der Reisensburger Bevölkerung für ihre Bereitschaft, Zeit zu investieren. „Ihr seid bei unseren Festen und Veranstaltungen im Dorf nicht mehr wegzudenken. Macht bitte weiter so!“

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