
Staatskanzleichef Sinner bei erster bayerischer Messe „Schule-EineWelt“ in Augsburg
Bewahrung der Schöpfung und nachhaltige Entwicklung sind nach den Worten von Staatskanzleichef Eberhard Sinner wichtige Bildungsziele. Bei seinem Besuch auf der ersten bayerischen Messe „Schule-EineWelt“ in Augsburg betonte Sinner: „Die Bewusstseinsbildung für unsere globale Verantwortung kann gar nicht früh genug anfangen. Viele Lehrerinnen und Lehrer führen mit großem Engagement Projekte im Unterricht oder darüber hinaus durch, wie zum Beispiel EineWelt-AGs, Wohltätigkeitsbasare oder Schulpartnerschaften. Ich wünsche mir, dass die hier auf der Messe vorgestellten Ideen Schule machen und weitere Aktionen anregen.“
Die Messe „Schule-EineWelt“ des EineWelt-Netzwerkes Bayern e.V. und der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit im Rahmen der Aktion „Tor nach Afrika“ ist, so Sinner, als erste Austauschplattform in Bayern zum globalen Lernen im Geiste des Eine Welt-Gedankens eine echte Pionierveranstaltung. Infostände, Ausstellungen, Mitmachaktionen und Workshops geben vertiefte Einblicke zu den Herausforderungen der Globalisierung und zum interkulturellen Lernen. Sinner: „Bayern engagiert sich auch für Bildung und Ausbildung in Afrika. So werden von Bayern aus eine ganze Reihe von Bildungsprojekten in Afrika unterstützt.“ Als Beispiele nannte der Minister die Partnerschaften zwischen bayerischen Hochschulen und den Universitäten aus 22 afrikanischen Staaten oder die Unterstützung der Berufsausbildung junger Mädchen in Tansania nach dem erfolgreichen Vorbild des dualen Systems durch das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung und die Berufsschule 2 aus Augsburg. Sinner: „Die Staatsregierung steht Mosambik sowie unseren südafrikanischen Partnerprovinzen Gauteng und Westkap beim Aufbau des Berufsschulsystems beratend zur Seite. Eine große Rolle spielt dabei der Lehreraustausch zwischen Bayern und Afrika.“
Als weiteres wichtiges Thema für die Zusammenarbeit mit Afrika bezeichnete Sinner die Energie- und Klimapolitik. Sinner: „Der Hunger in Afrika ist eine Folge der Trockenheit und der weltweit steigenden Energiepreise. Das zeigt, wie wichtig eine verantwortungsvolle Klimapolitik gerade auch für den ‚schwarzen Kontinent’ ist. Wir haben in Bayern ehrgeizige Ziele zur Reduzierung des CO 2- Ausstoßes und setzen insbesondere auf erneuerbare Energien. Wir unterstützen gerade auch unsere Partner in Südafrika auf dem Weg zu Solarenergie und erneuerbaren Energien.“ Wie Sinner betonte, ist der bayerische Ansatz bei der Zusammenarbeit mit Afrika vor allem die Beratung zum Selbstaufbau und die Hilfe zur Selbsthilfe. Sinner: „Ob in Fragen der Bildung und Ausbildung, ob bei der Förderung des ehrenamtlichen Engagements, aber auch bei der Gesundheitsprävention, in Umwelt- und Energiefragen oder der inneren Sicherheit und dem Ausbau der Infrastruktur - unser bayerischer Ansatz ist partnerschaftliche Zusammenarbeit auf gleicher Augenhöhe. Unser Ziel ist es, zu allererst die Eigenverantwortung der Menschen vor Ort zu stärken.“
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