Zu einem Informations- und Gedankenaustausch trafen sich der Geschäftsführer des lokalen Stromversorgers ÜWK und der Landtagskandidat der SPD Stephan Hankl aus Offingen


Die steigenden Energiekosten stellen Privathaushalte, Industrie, Gewerbe und vor allem Kommunen vor eine große Herausforderung. Die momentane Energieversorgung basiert auf fossilen Energieträgern, die zum einen endlich sind und zum anderen durch die größere Nachfrage durch Schwellenländer wie China und Indien sich rascher verknappen. Dies treibt den Preis in die Höhe und verursacht massive Probleme in breiten Teilen der hiesigen Bevölkerung.
Hier müsse eine Umorientierung hin zu regenerativen Energien und eine Kompensation für die sozial Schwachen her, so Stephan Hankl.

Eine direkte Bezuschussung der steigenden Energiepreise ist laut Herr Pöhlmann nicht zielführend, da sich die Brennstoffpreise nicht bayern- oder deutschlandweit, sondern am Weltmarkt bilden würden. Stattdessen wäre der Einsatz von Umweltwärme zu Heizzwecken wesentlich sinnvoller. Die Verbrauchskosten können damit sehr stark reduziert werden.

Zu diesem Zweck besuchten Pöhlmann und Hankl das Krumbacher Freibad mit der dort eingebauten Wärmepumpe. Diese laufe seit Einbau mit 4000 Betriebsstunden störungsfrei und spare obendrein 40.000€ pro Jahre an Energiekosten ein. Die Wärmepumpe nutzt als Wärmequelle das Flusswasser der Kammel. Die Temperatur dieses Mediums wird durch einen thermodynamischen Kreislaufprozess auf etwa 28 Grad angehoben. Die Jahresarbeitszahl liegt laut Herrn Pöhlmann bei mehr als 5, d.h. pro kWh Strom werden im Durchschnitt mehr als 5 kWh Wärme erzeugt.
Das Freibad mit seinem breiten Angebot für Familien bleibe dadurch wettbewerbsfähig.

Die Haushalte in Deutschland verbrauchen ca. 80% der Energie für Heizung und Warmwasser. Da der Neubaumarkt derzeit stagniere sei und diesem 18. Mio. unsanierte Bestandsbauten gegenüberstehen, die einen deutlich höheren Energieverbrauch haben, sei klar, dass hier der Hebel für Energie- und CO2-Einsparung angesetzt werden müsse. Dabei kommt auch einer ordentlichen Wärmedämmung eine bedeutende Rolle zu. Ein Einfamilienhaus mit einem Heizölverbrauch von 3000l/Jahr könne durch Dämmmaßnahmen und heiztechnische Sanierung den CO2-Ausstoß um 75% reduzieren und 2/3 der Heizkosten einsparen.

Der SPD-Landtagskandidat Stephan Hankl sagte, dass sich die bayerische SPD uneingeschränkt zu den Klimaschutzzielen der EU und zu den Vorgaben für die Bundesrepublik Deutschland bekenne. „Wir wollen diese Forderungen – nämlich Minderung der CO2-Emissionen um 40 Prozent und Verdreifachung des Beitrags erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2020 – verbindlich als Ziele für den Freistaat Bayern festschreiben.“
Die SPD setze auf den Dreiklang aus Energiesparen, Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien.
Stephan Hankl: „Ich werde mich dafür einsetzen, dass für Umrüstungen bzw. CO2-Einsparmaßnahmen mehr Fördergelder in die Hand genommen werden, um mehr Anreize für Privathaushalte zu schaffen.“

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Ort(e): Krumbach (Schwaben), Günzburg

Thematik: Politik

Stichworte: SPD, Krumbach, Hankl, ÜWK

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