
Der politische Druck hat Wirkung gezeigt- jetzt muss der gemeinsame Kampf gegen "Patent auf Leben" beginnen
Aiwanger: Entscheidung längst überfällig - jetzt auch sofortiger Stopp des staatlichen Versuchsanbaus in Bayern nötig
Der Landesvorsitzende der Freien Wähler Hubert Aiwanger begrüßt die heutige Entscheidung von Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner, die Aussaat der genveränderten Maissorte Mon 810 zu verbieten als „längst überfällig." „Der politische Druck und die bevorstehenden Europawahlen haben Wirkung gezeigt. Die Freien Wähler fordern jetzt auch den sofortigen Stopp des staatlichen Versuchsanbaus in Bayern. Ich erwarte noch heute eine klare Botschaft von Herrn Söder und Seehofer, die noch vor wenigen Tagen bei den Haushaltsdebatten im Landtag eine erneute Ansaat signalisiert hatten, den Anbau jetzt zu stoppen. Nach Aussage von Frau Aigner stellt Mon 810 „eine Gefahr für die Umwelt dar mit Risiken für Schmetterlinge, Marienkäfer und Wasserorganismen." Genau das wurde bis vor kurzem in verantwortungsloser Weise bestritten. 15 Meter Sicherheitsabstand zwischen genverändertem Mais und konventionellem Mais wurde vor ein, zwei Jahren in den offiziellen Verlautbarungen der bayerischen Staatsregierung noch für ausreichend erachtet und Genmaisgegner wurden kriminalisiert. Es ist höchste Zeit, dass sich jetzt auch ein breites Bündnis zwischen Bürgern, Verbänden und Parteien gegen die Geschäftemacherei mit „Patenten auf Leben" zur Wehr setzt."
In jüngster Zeit werden ständig Vorstöße von Konzernen unternommen, sich z.B. Patente auf Gene in Pflanzen oder Nutztieren wie z.B. Schweinen zu sichern, um dann über Lizenzgebühren einen Milliardenmarkt zu erschließen.
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