Bauern brauchen Solidarität

„Wenn  Bauernpräsident  Sonnleitner davon spricht,  dass auch für die Landwirtschaft die Regeln des Marktes gelten würden, dann heißt dies umgekehrt auch, dass Politik und Verbände sich endlich dafür einsetzen müssen, das verlorengegangene Gleichgewicht am Milchmarkt wiederherzustellen", erklärt  FW-Fraktionschef  Hubert Aiwanger. „Notwendig sind eine europaweite Rücknahme der Milchmenge mindestens um fünf Prozent, ein gezieltes Vorgehen gegen die marktbeherrschende Stellung des Lebensmitteleinzelhandels und eine Marktordnung für Milch auch nach 2015".

Enttäusch zeigt sich Aiwanger von Bundeskanzlerin Merkel. „Wenn irgendwo auf der Welt ein Fahrrad umfällt, ist unsere Bundeskanzlerin sofort unterwegs, um Nothilfe zu leisten. Doch zu den verzweifelten, in ihrer Existenz bedrohten Bäuerinnen auf dem Rasen des Kanzleramts ist ihr offensichtlich der Weg zu weit". Merkels einziger Beitrag zur Sorge um die heimische Landwirtschaft  sei ihr Eintreten für die Agrogentechnik, die aber von der überwiegenden Mehrheit der Menschen abgelehnt werde.

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Die Vorsitzende des Innenausschusses des Bayerischen Landtags und FW-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Dr. Gabriele Pauli, ergänzt: „Wer wie Merkel so wenig Interesse an den Bauern im eigenen Land hat, von dem kann man erst recht in Brüssel kein Eintreten für die Interessen der heimischen Landwirtschaft erwarten". Die EU habe vor Auslaufen der Milchquote 2015 ohne Not die Milchliefermenge erhöht. Die Bauern könnten mit den auf ein Rekordtief gefallenen Milchpreisen nicht mithalten. Die Bundesregierung habe dem politisch zugestimmt.

Die bisherige EU-Politik verfolge Aiwanger zufolge das Ziel, durch Überproduktion die Milchquote gezielt zu entwerten,  die die Bauern teils für teures Geld erworben hätten. Schuld sei auch die  EU-Förderpolitik, die große Einheiten begünstige und damit den Überschuss weiterankurbele,  anstatt konsequent auf Qualität und Regionalität zu setzen. Und sie habe versäumt rechtzeitig auf Marktentlastung durch nachwachsende Rohstoffe zu setzen.  „Man schafft es noch nicht einmal die Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel so zu gestalten, dass Verbraucher tatsächlich nachvollziehen können, ob die Milch aus dem Landkreis Rosenheim oder aus Polen kommt".  

FW_Briefwahl.jpg
Bild von Kenilej
Regeln des Marktes

Wer ist denn der Markt ? Sind das nicht wir ? Ergo entscheidet offensichtlich nur der Preis und wenn die Milchbauern als Unternehmer nicht mehr kostendeckend produzieren können, weil der Markt nun mal nicht mehr hergibt, müssen sie sich von diesem Geschäftszweig eben trennen. So hart das für den Einzelnen vielleicht sein mag.

Tausende Unternehmen trifft dieses Schicksal quer durch alle Branchen Jahr für Jahr. Ob groß, ob klein. So funktioniert nun mal Marktwirtschaft und erst Recht im Zeitalter der Globalisierung.

Milchquoten, Subventionen etc. erinnern an Staatswirtschaft.

Wer das will, soll doch bitte die Linken wählen (sofern es nicht nur um Wählerstimmen geht -> 'Gruß an FW, die CSU & ihre Bettvorleger').

Zur Info:
Widerspruch wird nur nach Vorlage eines rechtsgültigen Gewerbenachweis akzeptiert.
Ansonsten bitte ich sich des Zitats von Jan Hegenberg anzunehmen: 'Einfach mal.. ' 

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