Brunner: Die SPD steht zum Atomausstieg und für eine Zukunft mit Erneuerbaren Energien

Nach dem neuen Störfall im Atomkraftwerk Krümmel hält die CDU/CSU an ihrem Atomkurs fest, trotz erwiesener Störanfälligkeit und Unsicherheit gerade älterer Atom-Reaktoren.

Die Schnellabschaltung des Atomkraftwerks Krümmel nach einem Transformatoren-Kurzschluss am vergangen Samstag (4. Juli) hat erneut die Sicherheit der Atomenergie infrage gestellt. Nach einer zweijährigen Reparaturphase wegen eines ähnlichen Störfalls war der Reaktor erst am 19. Juni 2009 wieder ans Netz gegangen.

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Schwarze Stimmen für die Atomkraft

Diese und weitere Atompannen, die die Sicherheit von Mensch und Natur gefährden, schrecken führende Unionspolitiker nicht davon ab, massiv die Verlängerung der Laufzeiten älterer AKWs zu fordren:

Günther Oettinger, CDU-Ministerpräsident Baden-Württemberg: „Eine schwarz-gelbe Bundesregierung wird den Ausstiegsplan der Regierung Schröder/Trittin auf den Prüfstand stellen. Für alle Kernkraftwerke, die dem Stand der Technik entsprechen, werden wir die Laufzeitbeschränkungen aufheben."

(Hamburger Abendblatt, 7. Juli 2009)

Annette Schavan, CDU-Bundesforschungsministerin: „Wir brauchen die Verlängerung der Laufzeiten dringend." (dpa, 7. Juli 2009)

Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: „So lange Kernkraftwerke sicher sind, sollen sie auch laufen können". (Hamburger Abendblatt, 6. Juli 2009)

Angela Merkel, CDU-Bundeskanzlerin: „Wenn ich sehe, wie viel Kernkraftwerke auf der Welt in den nächsten Jahren gebaut werden, dann wäre es wirklich jammerschade, sollten wir aus diesem Bereich aussteigen." (Rede beim BDI-Tag der Deutschen Industrie in Berlin, 15. Juni 2009)

Deshalb fordern CDU/CSU konsequenterweise auch in ihrem Wahlprogramm:

„Die Kernenergie ist ein vorerst unverzichtbarer Teil in einem ausgewogenen Energiemix.

Daher streben wir eine Laufzeitverlängerung der sicheren deutschen Anlagen an"

Atomlobby will schwarz-gelb

Dies freut natürlich die Atom-Lobby und so beschreibt Lars Göran Josefsson, Vorstandsvorsitzender des Krümmelbetreibers Vattenfall, im Interview mit der Finanial Times Deutschland die Erwartungen seiner Branche: „Wenn Schwarz-Gelb gewinnt, sehe ich gute Chancen für eine Wende."

(FTD, 22. Juni 2009)

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