Übersicht über Leipheim


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Allgemeines:

Leipheim war von etwa 1270 bis 1373 im Besitz der Familie Güß von Güssenberg, die 1327 von Kaiser Ludwig IV. (Ludwig der Bayer) die Marktrechte und 1330 die Stadterhebung für den Ort erwirkte. 1343 ging die Stadt in den Besitz der Grafen von Württemberg über. 1453 kaufte die freie Reichsstadt Ulm die Stadt von Graf Ulrich V. von Württemberg für 23.200 Gulden. Und so wurde, als Ulm 1531 offiziell protestantisch wurde, auch Leipheim protestantisch.

Nahe Leipheim erhob sich im deutschen Bauernkrieg 1525 der Leipheimer Haufen (ca. 5000 Bauern) gegen die Stadt Ulm und wurde von dem Heer des schwäbischen Bundes, der von Ulm angeführt wurde, besiegt. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zu Bayern. Leipheim war eine der wenigen Besitzungen der freien Reichsstadt Ulm, die nach 1810 noch bei Bayern verblieben, als im Rahmen eines Gebietsaustauschs Bayern Grenzgebiete an Württemberg abgeben musste. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Erwähnenswert ist der Serienbau des Lastenseglers Messerschmitt Me 321 und ersten strategischen Großraumtransporters Messerschmitt Me 323 sowie der Jungfernflug der Messerschmitt Me 262, dem ersten in Serie gebauten düsengetriebenen Kampfflugzeug der Welt, der 1942 in Leipheim stattfand. Diese Maschine wurde ab Mitte 1944 hier auch in Serie (ca. 800 Stück)gebaut.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, 1945, wurde in Leipheim auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes ein DP-Lager eingerichtet für jüdische so genannte „Displaced Persons“. Das Lager, in dem bis zu 3.150 Personen untergebracht waren, wurde im Juni 1950 aufgelöst. Ab 1957 fand wieder militärischer Flugbetrieb statt. Der Fliegerhorst wurde inzwischen von der Bundeswehr aufgegeben. Aktuell suchen die Städte Leipheim und Günzburg, sowie die Gemeinde Bubesheim nach Investoren zur zivilen Nutzung.

Zur Stadt Leipheim gehören seit 1971 auch die Gemeinden Riedheim und Weißingen. Beide Stadtteile - mitten im Donaumoos gelegen - haben sich ihren ländlichen Reiz bewahrt. Beschaulicher Mittelpunkt des 1292 erstmals urkundlich erwähnten Riedheim ist die Dorfkirche und das neu gestaltete Dorfzentrum, in dessen Mitte sich unter anderem das Schützenheim der Moosdeif´l Riedheim, der Kindergarten und das Feuerwehrhaus finden. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Leipheim)
Leipheim hat knapp 7.100 Einwohner, eine Fläche von 32,15 km² oder 3215 ha und liegt in einer Höhe von 470 m ü NN.

Besonderheit: Sehr schönes neu renoviertes Schloß, direkt daneben die „Blaue Ente“, in der nach historischen Rezepten ein hervorragendes Bier gebraut wird. Dazu gehört auch der Zehnstadel, der für viele Veranstaltungen bekannt ist.


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